Gardelegen (prt) l Opfer eines Hackerangriffs wurde ein Gardeleger Unternehmen. Wie die Polizei mitteilte, bemerkten Mitarbeiter am Freitagmorgen, dass die Datenbestände auf dem Firmenserver verschlüsselt worden waren, daher konnte nicht mehr produziert werden. Eine Bildschirmnachricht erschien, die die Nutzer aufforderte, sich an eine bestimmte Mailadresse zu wenden. Das tat die Firma nicht, sie erstattete Anzeige. Versuche, den Fehler zu beheben, scheiterten. Nach ersten Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass ein Verschlüsselungstrojaner über eine Sicherheitslücke auf den Firmenserver eingedrungen war.

„Es handelt sich um eine Erpressermethode, um letztendlich für die Entschlüsselung oder Freigabe ein Lösegeld zu fordern“, so Polizeisprecher Frank Semisch. „Ob das bei gezahlter Geldsumme tatsächlich passiert, steht in den Sternen, und das Problem des Fremdzugriffs ist auch nicht gelöst.“