Solpke (gb) l Bereits am Montag kam es in Solpke offenbar zu einem Entführungsversuch. Ein unbekannter Mann sprach auf der Hauptverkehrsstraße Krugende gegen 18 Uhr ein 12-jähriges Mädchen an und versuchte, das Kind dazu zu überreden, in sein Auto zu steigen.

Pressesprecherin Franziska Hotopp im Salzwedeler Polizeirevier bestätigte am Mittwoch auf Nachfrage den Sachverhalt. Die Eltern des Mädchens hätten sich unmittelbar danach bei der Polizei gemeldet, lobte sie. Die Kollegen seien sofort rausgefahren. Ein zeitlich naher Ermittlungsbeginn sei sehr wichtig.

Die Polizei ermittelt

Nach den Beschreibungen des Mädchens soll es sich um den Fahrer eines weißen Transporters gehandelt haben. Leider gebe es keine genaueren Angaben und bislang auch keine Zeugen. Der Fahrer habe das Kind nicht berührt und soll sich, als es nicht auf seine Aufforderung reagierte, mit dem Auto auf der B 188 in Richtung Gardelegen entfernt haben.

Wie Hotopp versicherte, nimmt die Polizei den Vorfall ernst. Die Ermittlungen laufen. Möglicherweise könnten Zeugen weiterhelfen, die um den Tatzeitpunkt herum einen weißen Transporter bemerkt haben. Hinweise nimmt die Polizei unter 03901/84 80 oder in jeder Dienststelle entgegen.

Kinder aufklären

„Solche Meldungen beunruhigen alle Eltern und Erziehungsverantwortlichen“, weiß Hotopp, „jedoch hat nicht jeder Fremde, der ein Kind anspricht, Böses im Sinn.“ Sie rät deshalb, nicht ängstlich, aber aufmerksam zu sein.

Allerdings sollten Kinder auf solche Situationen vorbereitet werden und wissen, dass sie ohne Erlaubnis weder mit jemanden mitgehen noch in Autos einsteigen dürften und dass sie Fremden nicht glauben dürfen, wenn die behaupten, dass sie von den Eltern geschickt wurden.

Kinder sollten möglichst mit anderen Kindern zur Schule oder zum Spielplatz gehen und zur Pünktlichkeit angehalten werden, rät Hotopp. Wichtig sei auch, auf verlässliche Ansprechstellen wie Märkte, Praxen, Behörden oder Häuser von Bekannten hinzuweisen. Weglaufen zu anderen Menschen, laut um Hilfe zu schreien und mit dem Handy die 110 wählen, seien wichtige Reaktionen, die Kinder kennen sollten.

„Ängstigen Sie Ihr Kind nicht, aber klären Sie es auf, damit es im Notfall weiß, was zu tun ist“, rät die Polizeikommissarin.