Ipse l 37,5 Grad am Mittag – kein Thema für den Letzlinger Pfarrer Gerd Hinke, sich trotzdem aufs Rad zu setzen und von Letzlingen nach Ipse zu fahren – und das auch noch bei Gegenwind, wie Hinke anmerkte. Eine halbe Stunde habe er gebraucht. Mutig waren auch Gemeindepädagoge Volker Holtmeier und Reinhard Flach, Pfarrer im Ruhestand. Sie waren ebenfalls mit dem Rad nach Ipse gekommen, hatten es aber von Gardelegen aus nicht ganz so weit wie Hinke.

Viele Besucher hatten es indes vorgezogen, aufgrund der Temperaturen mit dem Auto nach Ipse zu fahren. Denn Zielpunkt der ersten Sternfahrt auf dem Reformationsradweg – gestartet wurde unter anderem in Berge, Estedt, Gardelegen, Letzlingen und Wannefeld – war die Ipser Dorfkirche. Der Verein Ipse excitare hatte für Kaffee, Kuchen und viele kühle Getränke gesorgt. Die jüngsten Besucher konnten im Freien spielen und sich in Minipools abkühlen.

Tafeln für acht Kirchen

Im Mittelpunkt stand eine Podiumsdiskussion mit Pfarrer Hinke und Thilo Mottschall, Vorsitzender von Ipse excitare. Der Verein, seine Gründung und Ziele standen im Mittelpunkt der Gesprächsrunde. Zum Abschluss gab es einen Freiluftgottesdienst, musikalisch umrahmt von Kantorin Monika Wrobel, mit Gardelegens Pfarrer Martin Goetzki.

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„Wir wollen in der Region mehr zusammenarbeiten und uns vernetzen“, erläuterte Pfarrer Gerd Hinke. Der Ipser Verein habe die schöne Idee des Reformationsradweges umgesetzt und der soll nun auch mit Leben gefüllt werden. Mehrere Kirchengemeinden seien dem Aufruf zur ersten Sternfahrt gefolgt. „Und hier haben wir in Ipse eine schöne Begegnungsmöglichkeit“, betonte Goetzki.

Die Besucher konnten sich zudem über die nächsten Kirchen informieren, die mit einer Luther-Stele ausgestattet werden sollen. Derzeit verbindet der Radweg 23 Kirchen. Wenn alles klappt, könnten es bald 33 Kirchen und Orte sein. Die Tafeln mit Luther-Thesen für die nächsten acht Kirchen konnten in Ipse schon mal begutachtet werden.