Gardelegen l Für Cornelia Niebel war es ein sehr aufregender Tag. Gemeinsam mit Stephanie Dannehl organisierte sie erstmals die Landes- und Jugendmeisterschaft Rally Obedience. Und das nicht nur in Gardelegen. In Sachsen-Anhalt wurde ein solcher Landeswettkampf erstmals ausgetragen. Die Organisation war immens, wie Niebel schilderte. Aber damit nicht genug. Die stellvertretende Vorsitzende des Hundesportvereines (HSV) Gardelegen „Waldschnibbe“ beteiligte sich auch selbst an den Wettkämpfen. Und das erfolgreich. Mit ihrem Hund Kai vom Bopparder Hamm schaffte sie es in der Klasse 2 sogar auf das Siegertreppchen und erreichte den ersten Platz.

Von 60 gemeldeten Startern gingen 52 an den Start. „In Corona-Zeiten ist das ein gutes Ergebnis“, so Niebel. Sogar aus anderen Bundesländern kamen Teilnehmer, die im offenen Turnier starteten. Insgesamt konnte in fünf Klassen gestartet werden. Von den Beginnern bis zu den Senioren. Die anspruchsvollste Wertung erfolgte in der Klasse 3. Dort waren die meisten und anspruchsvollsten Übungen zu absolvierte. So erfolgte an einigen Punkte das Kommando über eine Distanz von mehreren Metern. Drehungen waren zu vollbringen, und es ging über Hürden. Gewertet wurde nach Zeit und Präzision der Übungen. Für jede Klasse wurde ein eigener Parcours aufgebaut. Dieser wurde je nach Hunderasse angepasst. „Rally Obedience ist eine gute Sportart für Menschen und Hunde jeden Alters, jeder Rasse und sogar Menschen und Hunde mit Einschränkungen können teilnehmen“, berichtete HSV-Mitglied Dannehl.

52 Starter bei Premiere des Landeswettkampfes

Für das Durchlaufen des Parcours waren vier Minuten angesetzt. Wurde diese Zeit überschritten, erfolgte zwar keine Wertung mehr, aber der Parcours konnte weiterhin absolviert werden. „Der Hund soll mit keinem negativen Gefühl aus dem Wettkampf gehen“, so Niebel. Rally Obedience ist eine Funsportart, bei der die wichtige Unterordnung des Hundes entspannter gestaltet werde. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen Mensch und Tier stehe im Vordergrund. Spaß werde ganz groß geschrieben. Während der Arbeit darf der Mensch mit seinem Vierbeiner sprechen. Es dürfen auch Belohnungen gegeben werden.

Aber wie kommt es, dass die erste Landesmeisterschaft in Gardelegen ausgetragen wurde, schließlich ist diese Art des Hundesportes in der Altmark noch gar nicht so verbreitet? Cornelia Niebel ist neben ihrer Tätigkeit im Vorstand des HSV Gardelegen „Waldschnibbe“ auch Obfrau beim Landesverband Rally Obedience Sachsen-Anhalt. In dieser Funktion holte sie die Veranstaltung in die Altmark. Weil das Gelände des HSV allerdings für die Ausrichtung dieser Meisterschaft zu klein ist, wandte sich der Verein an den Schäferhundeverein Gardelegen, der sein Gelände am Segelflugplatz zur Verfügung stellte.

Mitstreiter sind willkommen

Cornelia Niebel hofft, dass diese Hunde-Funsportart noch mehr Anhänger finden wird. Mitstreiter oder Hundebesitzer, die unverbindlich beim Training vorbeischauen möchten, sind gern gesehen. Neben Niebel ist Karin Treichel Training für Rally Obedience in Gardelegen.