Gardelegen l Der Weg führt von Aschau im Chiemgau über München, die Alpen, entlang der Côte d‘Azur, durch die Provence nach Barcelona, weiter durch die spanische Wüste zu den Pyrenäen, an der französischen Atlantikküste vorbei nach Amsterdam. Der offizielle Zieleinlauf der European 5000 mit anschließender Siegerehrung findet am 20. September 2018 auf dem Gelände des Plekk in Amsterdam statt. Die niederländische Hauptstadt ist Ziel der großen Rallye, der European 5000, organisiert vom Superlativ Adventure Club. 5000 Kilometer sind dabei mit einem Oldtimer oder Youngtimer zurückzulegen. 170 Teams starten in diesem Jahr. Und Tino Fellenberg ist dabei.

Der Gardeleger beteiligt sich zum ersten Mal an einer solchen Rallye. Er begleitet Felix Texdorf, der ursprünglich aus Wernitz stammt und mittlerweile in Leipzig als Erzieher tätig ist. Texdorf war schon im vorigen Jahr dabei und suchte nach einem Partner für die diesjährige Rallye. „Ich bin dankbar, dass ich diese Chance bekomme“, sagt Fellenberg. Drei Wochen vor dem Start am 8. September in Bayern stand für ihn erst fest, dass er sich auf dieses besondere Abenteuer begeben wird. „Das Spannendste dabei ist: Es geht von 5 Grad Celsius in den Alpen bis zu 35 Grad in der spanischen Wüste, also vom Skianzug bis zur Badehose ist alles dabei.“

Fahren ohne Navi und GPS

Zwölf Tage wird diese Reise dauern. Und unterwegs sind in jedem Land Aufgaben zu erledigen. Im vorigen Jahr sollten die Teilnehmer zum Beispiel die Kopfbedeckung eines Polizisten aufsetzen und es dann auch noch schaffen, sich mit dieser und dem Polizisten fotografieren zu lassen. Der 25-jährige Gardeleger ist gespannt, welche Aufgaben er zu bewältigen haben wird. Für jede erledigte Aufgabe gibt es Punkte. Für die Punktzahlen gibt es Preise. Hauptpreis ist zum Beispiel, dass die Tour im nächsten Jahr ohne Startgeld angetreten werden darf.

Bilder

Für die Rallye gibt es unter den Teilnehmern einen Ehrenkodex. „Wir fahren ohne Navi, ohne GPS-Signal und keine Autobahn. Es soll ein richtiger Roadtrip werden mit Landkarten. Oder es werden Leute nach dem Weg gefragt“, berichtet Fellenberg. Der Gardeleger und sein Teampartner haben sich noch etwas anderes fest vorgenommen. „Wir suchen uns keine Unterkünfte. Wir machen komplett Wildcamping“, so der Metallbauer. Voriges Jahr habe Texdorf mit seinem Team einen Sonderpreis gewonnen, weil er während der gesamten Rallye gecampt hat, so Fellenberg.

Altmark-Classic-Rallye 2018

Arendsee (ds) l Die 7. Ausgabe der Altmark-Classic-Rallye führte von Arendsee aus wieder quer durch die Altmark. 90 historische Fahrzeuge waren unterwegs.

  • Kurz vor dem Start. Foto: Oliver Becker

    Kurz vor dem Start. Foto: Oliver Becker

  • Bei offenem Verdeck ist ein Sonnenschirm sinnvoll. Foto: Oliver Becker

    Bei offenem Verdeck ist ein Sonnenschirm sinnvoll. Foto: Oliver Becker

  • Die karierte Fahne darf natürlich nicht fehlen. Foto: Oliver Becker.

    Die karierte Fahne darf natürlich nicht fehlen. Foto: Oliver Becker.

  • Amerikanische Autos waren auch am Start. Foto: Oliver Becker

    Amerikanische Autos waren auch am Start. Foto: Oliver Becker

  • Ein bisschen Militär-Nostalgie. Foto: Oliver Becker

    Ein bisschen Militär-Nostalgie. Foto: Oliver Becker

  • Schöner geht es fast nicht. Foto: Oliver Becker

    Schöner geht es fast nicht. Foto: Oliver Becker

  • Sportlich kam dieses Gefährt einher. Foto: Oliver Becler

    Sportlich kam dieses Gefährt einher. Foto: Oliver Becler

  • Stilechter geht es nicht: Foto: Oliver Becker

    Stilechter geht es nicht: Foto: Oliver Becker

  • Volle Pferdestärken voraus. Foto: Oliver Becker

    Volle Pferdestärken voraus. Foto: Oliver Becker

  • Mopeds durften natürlich nicht fehlen. Foto: Oliver Becker

    Mopeds durften natürlich nicht fehlen. Foto: Oliver Becker

  • Eine amerikanische Schönheit. Foto: Oliver Becker

    Eine amerikanische Schönheit. Foto: Oliver Becker

  • Im Buggy macht die Rallye auch Spaß. Foto: Oliver Becker

    Im Buggy macht die Rallye auch Spaß. Foto: Oliver Becker

Grundvoraussetzung ist Spendensammlung

Um an der European 5000 überhaupt teilnehmen zu dürfen, müssen Spenden akquiriert werden. 500 Euro hat Fellenberg bereits für die Kindertagesstätte in Solpke zusammen. Die Einrichtung möchte sich davon ein Spielhaus besorgen, so Fellenberg. Unterstützt wurde er dabei von der Volksbank in Gardelegen. Weitere Spendengelder sammelt der Gardeleger noch bis zum Ende der Rallye. Dabei hofft er auf viele Unterstützer. Übergeben möchte er diese Spendengelder der Begegnungsstätte Velsdorf im Drömling, die gerade im Entstehen ist. „Die Spende wird eins zu eins an Velsdorf übergeben. Mir ist wichtig, dass ich mit meiner Spendenaktion im lokalen Bereich helfen kann“, sagt Fellenberg.

Bis zum 20. September ist der 25-Jährige quer durch Europa unterwegs. „Viele werden zu Hause mitfiebern“, weiß er. Die Zeit im BMW, unterwegs auf den Straßen Europas, wird der Metallbauer und Autor des Buches „Das jardonische Werk“ genießen. „Ich möchte in diesen zwei Wochen einmal richtig durchatmen“, erklärt er. Sehr viel Arbeit in den zurückliegenden Wochen, die Anspannung der spontanen Reisevorbereitung, das alles möchte der Altmärker hinter sich lassen und nur noch „fahren, fahren, fahren“.

Spenden für Velsdorf

Spenden für die Begegnungsstätte Velsdorf sind unter folgender Bankverbindung: Triodos Bank, Empfänger: Hof No.7; Michael Dörheit, IBAN: DE34 5003 1000 1057 1950 09, BIC: TRODDEF1 möglich.