Ackendorf l Den Fachausschüssen des Gardelegener Stadtrates, die in der kommenden Woche tagen, liegt ein Beschluss über das Konzept zur Rekonstruktion dieser 160 Meter langen Anliegerstraße in Ackendorf vor, an der sich neun Grundstücke befinden. Auch der Ortschaftsrat Berge, der am 2. September tagt, wird dazu gehört. Das letzte Wort hat der Stadtrat, der sich am Montag, 9. September, um 19 Uhr im Gardelegener Rathaussaal zur Sitzung zusammenfindet. Gibt dieser sein Okay zum Konzept, soll mit diesem im Frühjahr 2020 die Zuwendung aus dem Förderprogramm regionale ländliche Entwicklung beantragt werden. Es ist laut vorliegender Beschlussvorlage die letzte Antragsrunde für dieses Förderprogramm.

Bereits mit der Eingemeindung der Gemeinde Berge, deren Ortsteil Ackendorf ist, in die Hansestadt Gardelegen wurde die Notwendigkeit der Rekonstruktion der Dorfstraße kundgetan, heißt es in der Vorlage weiter. Sie sollte im Rahmen der Dorferneuerung erfolgen. Vor zehn Jahren, 2009, wurden bereits die Planungsleistungen für die Tief- und Straßenbaumaßnahme vergeben. Doch weiter ging es damals nicht. Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) hatte nach einer örtlichen Prüfung den Vorantrag zum Straßenbau im Rahmen des Förderprogramms abgelehnt. Die Maßnahme wurde erst einmal ad acta gelegt, und zwar bis zum vergangenen Jahr.

Ausbau seit zehn Jahren geplant

Dann wurde mit Blick auf die laut Beschlussvorlage veränderten Auswahlkriterien für eine Zuwendung im Rahmen des Förderprogramms regionale ländliche Entwicklung ein Konzept erarbeitet, das nun zum Beschluss vorliegt. Dieses sieht das geplante Bauvorhaben als Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Wasserverband Gardelegen vor. Das sei abgesprochen, bestätigt Bürgermeisterin Mandy Schumacher. Der Verband würde im Zuge der Maßnahme die Trinkwasserleitung inklusive der Trinkwasserhausanschlussleitung erneuern.

Die Stadt ihrerseits plant den grundhaften Ausbau des Straßenkörpers. Derzeit besteht dieser aus einer drei Meter breiten asphaltierten und schon häufiger geflickten Fahrbahn und einem einseitigen und sehr welligen Gehweg aus Betonplatten. Eine Regenentwässerung gibt es nicht.

Auslegung und Anliegerberatung erfolgt

Die neue Fahrbahn soll eine Breite von 4,75 Metern und eine Decke mit Betonsteinpflaster haben. Eingebaut wird ein Regenwasserkanal. Einen gesonderten Gehweg gibt es nicht. „Die Anliegerstraße soll dem dörflichen Charakter angepasst werden und ist daher als Mischverkehrsfläche in einem Niveau geplant“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Als Kosten werden rund 190.000 Euro veranschlagt.

Im Vorfeld der Beratungsrunde lag das Konzept bereits vom 19. Februar bis zum 16. März 2018 öffentlich aus, das acht Grundstücksanlieger eingesehen und ihre Anregungen und Bedenken eingebracht haben. Dabei ging es unter anderem auch um das angeblich hohe Verkehrsaufkommen auf der Anliegerstraße. Daraufhin gab es am 21. Juni 2018 eine Verkehrszählung. Zwischen 6.30 und 18.30 Uhr wurden an diesem Tag neun Fußgänger, neun Radfahrer, 38 Pkw/Kleintransporter und kein Lkw gezählt.

Ein Amlieger stimmte nicht zu

Einige Bedenken und Anregungen fanden Eingang ins Konzept, sodass am 27. September vorigen Jahres eine Anliegerberatung stattfand, bei der das veränderte Konzept vorgestellt wurde. Daran haben sieben Anlieger teilgenommen und dem geänderten Konzept zugestimmt. Ein weiterer war aus beruflichen Gründen verhindert, der zu einem späteren Zeitpunkt informiert wurde. Er stimmte dem Konzept nicht zu.