Gardelegen l Den ganzen Advent über konnten Gardeleger und Besucher der Stadt täglich jeden Abend am Stand des Gardeleger Rotaryclubs auf dem Rathausplatz roten und weißen Glühwein mit und ohne Schuss trinken – und das für einen guten Zweck. Den Erlös aus der Aktion lässt der Rotaryclub verschiedenen Vereinen und Institutionen für kulturelle und soziale Zwecke zu kommen. „Im Vorfeld des Glühweinverkaufs starten wir eine Bewerbungsfrist. Der Vorstand prüft die eingegangenen Bewerbungen und entscheidet dann. Und meistens sagt er ja“, erklärt Heinz Baldus, Präsident des Rotaryclubs. In diesem Jahr habe es nur eine Ablehnung gegeben, wie der Präsident sagte.

Zuschuss für Hospiz macht Schule

Insgesamt werden in diesem Jahr neun Institutionen und Vereine aus dem Erlös dieser Aktion unterstützt. Den Auftakt machte am Montag die Spende in Höhe von 600 Euro für den ambulanten Hospizdienst in Gardelegen. Weitere Spenden an die übrigen Institutionen werden in den kommenden Monaten folgen.

Wie der Koordinator des Hospizdienstes, Thomas Rehbein, mitteilte, werde die gespendete Summe für das Projekt Hospiz macht Schule verwendet. Das ist ein fünftägiges Projekt, bei dem Jungen und Mädchen im Grundschulalter an die Themen Trauer und Trost herangeführt werden. Dazu bedarf es geschulter, ehrenamtlicher Helfer. Derzeit gebe es fünf Interessenten, allesamt bereits ehrenamtliche Hospizdiensthelfer, die an einer solchen Schulung teilnehmen möchten. Rehbein: „Langfristig wäre es schön, wenn wir mehr als fünf ausbilden können, 12 bis 13 wären toll, denn wir haben Bedarf.“

Der Rotaryclub Gardelegen besteht seit 1993. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, gemeinnützige Projekte in der Region zu unterstützen. Der Club setzt sich zudem aber auch für internationale Hilfsangebote ein. Beispielsweise werden von ihm Wasserprojekte in Afrika aber vor allem Projekte zur Bekämpfung der Polio, der Kinderlähmung, unterstützt. Dies erfolge in Zusammenarbeit unter anderem mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk Unicef.