Schenkenhorst l „Sonst beten wir jedes Jahr, dass es nicht regnet, damit wir im Park auftreten können. Diesmal würden wir gern in der Scheune singen, das hieße nämlich, dass es regnet“, begrüßte Wolfgang Reboné die Gäste des 28. Schenkenhorster Parksingens. Das Mitglied des gastgebenden Männergesangvereines Engersen führte an diesem Abend durch das Programm. Musikalisch begrüßt wurden die vielen Besucher aus Schenkenhorst und Umgebung mit „Grüß Euch Gott alle miteinander“. Aus welcher Operette das stammt? „Der Vogelhändler“, wusste Edelgard Werner sofort. Für die prompte richtige Antwort erhielt die Gardelegenerin eine Sektflasche. Und dann begannen die Engersener Männer auch gleich mit ihrem Programm. Im Repertoire hatten sie unter anderem „Im weißen Rößl“ oder „Drei weiße Birken“. Diesmal dirigierte Manfred Lenz vom Männergesangverein Wenze die Engersener Sänger.

Ihnen folgte der Frauenchor Jübar, der erstmals beim Parksingen in Schenkenhorst dabei war. „Wir versuchen jedes Jahr, einen neuen Chor zu finden, um ihm einmal Schenkenhorst zu zeigen“, sagte Herbert Herzmann, Vorsitzender des Männergesangvereines. Weil am selben Tag der Bikini seinen 73. Geburtstag feierte, wie Chorleiterin Ines Förster sagte, sangen die Frauen das Lied vom „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini“, um gleich am Anschluss vom Meeresstrand musikalisch in die Berge zu wechseln. Beim Kufstein-Lied, das Förster auf dem Akkordeon anstimmte, schunkelten die Besucher mit.

Zahlreiche Besucher sind jedes Jahr dabei

Mit dabei waren außerdem der Frauenchor Klötze und der Männergesangverein Wenze, der fast alljährlich dabei ist. Zum Abschluss luden die Gastgeber die Besucher ein, bei einem Potpourri mitzusingen. „Es zogen auf sonnigen Wegen“, „Jetzt kommen die lustigen Tage“, „Das Lieben bringt groß Freud“ „Horch, was kommt von draußen rein“ „Mädel ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite“ und „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ stimmten alle miteinander an. Und schlussendlich durfte das „Schenkenhorst-Lied nicht fehlen. Für musikalische Unterhaltung zwischen den Chordarbietungen sorgten die Bismarker Blasmusikanten.

Auf den Bänken unter den großen Bäumen im Park sitzen und den Chören lauschen, für viele Besucher ist dies eine schöne Tradition. „Wenn hier Parksingen ist, sind wir da“, sagte Joachim Basler. Mit Ehefrau Helga war der Gardelegener vor Ort. Dort traf das Ehepaar auf Horst und Irmgard Glaue aus Winkelstedt sowie auf Erna Krzewski aus Wernstedt und Karla Schlüsselburg aus Gardelegen. Ein nicht abgesprochenes aber schönes Wiedersehen, wie sie sagten. Denn: „Wir sind immer hier“, so Horst Glaue. Nicht nur beim Männergesangverein auch bei vielen Bewohnern der umliegenden Orte ist das Parksingen nämlich schon zu einer festen Größe im Kalender geworden. Ein großes Dankeschön sagte Herzmann den Schenkenhorstern, die im Vorfeld den Rasen im Park mähten und Tische und Bänke aufstellten.