Kalbe l „Das Ganze hat unglaubliche Eigendynamik entwickelt“, sagt Bürgermeister Karsten Ruth und schaut sich im vollen Kalbenser Freibad um. Das wird am gestrigen Sonntagnachmittag sowohl von ihm als auch von Mirko Wolff vom Förderverein der Einrichtung und Dirk Dornblüth vom örtlichen Gewerbestammtisch eröffnet.

Dessen Mitstreiter sind es auch gewesen, die vor nunmehr neun Jahren damit begonnen haben, Jahr für Jahr Mittel für das Freibad zu sammeln und es auf diese Weise attraktiver zu machen. Der Stadtrat hat daraufhin seine Bereitschaft unterstrichen, die freiwillige Einrichtung weiter am Leben zu halten. Und der Förderverein stieß im März 2016 dazu. Seither engagieren sich auch dessen Mitglieder enorm und haben im Vorfeld der gestrigen Eröffnungsveranstaltung wieder jede Menge Eigeninitiative gezeigt (Volksstimme berichtete).

"Kleinster Drei-Meter-Sprungturm"

Umso mehr freuen sich alle Beteiligten, dass es nun endlich auch gelungen ist, den aus dem Erlös des Entenrennens 2016 erworbenen „kleinsten Drei-Meter-Sprungturm der Welt“ – er durfte wegen der Sprunggruben-Tiefe nicht in voller Größe installiert und auch nicht gleich genutzt werden – seiner Bestimmung zu übergeben. Ruth, Wolff und Dornblüth schneiden das symbolische Flatterband durch. Und die 65-jährige Edith Wiemann ist die erste, die den Sprungturm ausprobiert. Ihr folgen anschließend viele Kinder und Jugendliche.

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Die sind auch zur Stelle, als Ruth, Wolff und Dornblüth zur nächsten Übergabe schreiten. Es gibt nämlich noch etwas Neues im Freibad: eine Matsch-anlage für Kleinkinder. Die ist ebenfalls mit Mitteln aus dem Entenrennen erworben und vor wenigen Tagen von Mitarbeitern des Bauhofes neben dem Nichtschwimmer-Becken installiert worden.

Im großen Schwimmbecken bietet die Feuerwehr derweil Wasserspiele und Schlauchboot-Fahrten an. Rundherum sind Spiel- und Bastelstände aufgebaut, die von Mitarbeitern örtlicher Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie der Grund- und Sekundarschule betreut werden.

Und natürlich darf auch in diesem Jahr ein Auftritt der Tanz- und Singegruppe der Grundschule nicht fehlen – ebenso wenig wie der Start des Losverkaufs fürs Entenrennen. Das Freibad soll schließlich auch weiterhin finanzielle Unterstüzung erfahren.