Gardelegen l Ob im Strandurlaub, am heimischen See oder in der Badeanstalt: Im Sommer verbringen Familien meist viel Zeit am Wasser. Das kühle Nass zieht besonders Kinder magisch an. Da das Element auch viele Gefahren mit sich bringen kann, kann es schnell zur tödlichen Falle werden. Besonders dann, wenn Kinder noch nicht schwimmen können. Das weiß natürlich auch Heiko Kruck, der im Gardelegener Erlebnisbad als Schwimmmeister tätig ist. Er sieht es als lebenswichtig an, dass jährlich viele Kinder das Schwimmen erlernen. „Bei uns werden die Schwimmkurse immer sehr gut angenommen“, freut es Kruck umso mehr. Wie der Fachmann weiter betont, „sollten Kinder so früh wie möglich mit Wasser in Berührung kommen.“

In den zurückliegenden Wochen nahmen 30 Mädchen und Jungen im Alter von fünfeinhalb bis acht Jahren an den angebotenen Schwimmkursen teil. „Es sind dann immer zwölf Einheiten zu je 45 Minuten, in denen sowohl ich als auch andere Mitarbeiter den Teilnehmern das Schwimmen beibringen“, erklärt Heiko Kruck.

Spielerisch werde den Kindern gezeigt, wie es sich anfühle, sich über Wasser zu halten. Dafür werden anfangs auch Schwimmflügel genutzt. Nach mehr als der Hälfte der Einheiten können sich die Kinder dann langsam ans Schwimmen herantasten. „Wichtig ist, dass wir ihnen Mut zusprechen, damit eine Angst vor der Tiefe erst gar nicht aufkommen kann“, erklärt Heiko Kruck gegenüber der Volksstimme.

Seepferdchen gibt noch keine Sicherheit

Besonders wichtig sei es zudem, dass die Mädchen und Jungen auch nach einem Kurs wissen, wie sie sich in unterschiedlichen Situationen zu verhalten hätten. Kruck, so sagt er, wisse jedoch auch, dass das Erhalten des Seepferdchens (Frühschwimmerabzeichen nach 25-Meter-Test und Heraufholen eines Gegenstandes) noch lange nicht aufzeigt, dass das Kind auch sicher im Wasser ist. Oft würden Kinder ihre Kräfte falsch einschätzen, wodurch sie schnell in Gefahr geraten könnten. „Auch wenn ein Schwimmkurs bei uns abgeschlossen ist, müssen die Eltern dafür sorgen, dass die Kinder das Gelernte auch in den Wintermonaten weiter üben“, erklärt der Schimmmeister. Oft sei es nämlich der Fall, dass er Kinder sehe, die ein Jahr zuvor zwar ihr Schwimmabzeichen erreicht hätten, aber dennoch unsicher im Wasser seien.

Daher appelliert Heiko Kruck an Eltern: „Sie können mit ihren Kindern auch in den kalten Monaten üben, zum Beispiel in einer Schwimmhalle, damit die Schwimmbewegungen kontinuierlich trainiert werden.“