Neuendorf l Sichtlich zufrieden zeigte sich Stephan Gerth, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Milde-Biese, am Freitag während eines Vor-Ort-Termins bei Neuendorf am Damm. Die neue Stauanlage am Secantsgraben ist fertig. Getroffen hatte er sich deswegen mit Mitarbeitern der Stadt Kalbe, den ausführenden Firmen, dem Planer, Flächennutzern und weiteren Beteiligten, um ihnen die Stauanlage zu präsentieren. Denn der Bau des neuen Secantsgraben-Staus stellte eine große Herausforderung dar. So handelt es sich, anders als ursprünglich einmal geplant, um ein Millionenprojekt. Allerdings gab es dafür eine 100-prozentige Förderung über die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Sie gibt unter anderem vor, dass bei derartigen Vorhaben nur noch mit Fischtreppe gebaut werden darf, damit Wassertiere auch bei angestautem Gewässer seitlich passieren können.

Bevor die Arbeiten am eigentlichen Stau begonnen werden konnten, galt es allerdings erst einmal, in ein paar hundert Meter Entfernung einen Durchlass zu schaffen. An derselben Stelle hatte es bis dato eine Brücke gegeben. Doch war diese so marode, dass sie von Baufahrzeugen nicht zu passieren gewesen wäre. Eine andere Möglichkeit, die Stau-Baustelle zu erreichen, gab es für diese aber nicht. Um keine Behelfsüberführung bauen zu müssen, beteiligte sich der Unterhaltungsverband finanziell an der Schaffung des Durchlasses. Den Auftrag selbst löste aber die Stadt Kalbe aus. Sie hat dafür eine Fördermittelzusage über den Ländlichen Wegebau erhalten.