Letzlingen l Ja, am Ende gibt es auch Pokale. Den Siegerbecher für die Strecke über sechs Kilometer sicherte sich mit 30,45 Minuten André Butrin aus Magdeburg, den Pokal über elf Kilometer durch die Heide nahm nach einer Laufzeit von 55,50 Minuten der Letzlinger Frank Mummelthei mit nach Hause – mit 56 Jahren übrigens einer der ältesten Läufer. Wichtiger als die sportliche Seite ist beim Letzlinger Silvesterlauf aber immer der Spaß an der Sache.

Und den hatten am Sonnabendmorgen rund 70 Läufer. Der Jüngste war der eineinhalbjährige Wilhelm Kauer, der schon mal bei einer Runde um den Sportplatz übte, der Mutigste sicher Maik Schwarz aus Perleberg, der seine lange Laufhose vergessen hatte und deshalb unten rum kurz lief.

Start mit einer Silvesterrakete

Der Lauf wurde wie immer mit einer Silvesterrakete gestartet. Gunnar Itagaki gab ihr Feuer und den Sportlern damit das Signal zum Loslaufen. In der Zwischenzeit konnte Organisatorin Birgit Hinz den berühmten Hexenpunsch warm machen. Gemeinsam mit ihrem Mann Dietmar, der immer selbst mitläuft, kümmert sie sich stets um das Drumherum des Silvesterlaufes . Der Punsch ist ein Geheimrezept aus verschiedenen Obstsäften – „alle selbst gemacht“, Gewürzen und Früchtetee. Seine Farbe und seinen Namen verdankt das vitaminreiche Gebräu übrigens den Holunderbeeren. „Wenn man die erntet, muss man in so viele Spinnweben fassen, das können nur Hexen“, verriet Birgit Hinz augenzwinkernd.

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Unterstützt wurde sie auch in diesem Jahr wieder von Heidi und Maik Fehse aus Gardelegen, „die extra aufs Laufen verzichtet haben, um hier die Stellung zu halten“, lobte Birgit Hinz. Denn neben Hexenpunsch gab es auch wieder Brötchen und Bockwurst für die Läufer.

Fast unbemerkt feierte der Letzlinger Silvesterlauf des FSV Heide Letzlingen in diesem Jahr übrigens Silberhochzeit. Erstmals starteten die Läufer nämlich auf der Theerhütter Straße in Letzlingen am 31. 12. 1992 zum sportlichen Jahresausklang. Willkommen sind in Letzlingen von jeher alle, die sich bewegen wollen. Neben den Läufern, die stets zwischen 6 und 11 Kilometern wählen können, beteiligen sich auch immer einige Nordic Walker am Silvesterlauf. Mit Manfred Hötling aus Letzlinger war am Sonnabend sogar ein Radfahrer mit auf die Tour gestartet. Den meisten Läufern gefiel auch die erstmals frühe Startzeit. In diesem Jahr ging es nämlich schon um 10 Uhr los.