Gardelegen l Um 10 Uhr war der Unterricht in der Gardelegener Reutter-Grundschule zu Ende. Dann stand nämlich Feiern auf dem Stundenplan. Der neue Spielplatz, der in den vergangenen Monaten auf der Schulhof-Erweiterung entstand, konnte endlich im Beisein zahlreicher Gäste wie Bürgermeisterin Mandy Schumacher, weitere Vertreter der Stadt, des Schulfördervereines, der Volkssolidarität, der Baufirmen und der Elternschaft eingeweiht werden.

Baustart im Mai dieses Jahres

Noch aber war das Areal mit rot-weißem Flatterband abgesperrt, auch wenn die Mädchen und Jungen – wie wohl in den vergangenen Wochen schon ganz oft – sehnsüchtige Blicke auf das hintere Areal geworfen hatten. Die Erstürmung der neuen Klettergerüste und -stangen musste noch ein wenig warten. Zunächst ergriff nämlich Schulleiterin Sylvia Straßburg das Wort, um noch einmal kurz den Werdegang zu rekapitulieren. Denn die Umsetzung der Spielplatzpläne habe von der Idee bis zur gestrigen Einweihung „viel Kraft und vor allem Ausdauer gekostet“.

Schon vor fünf Jahren brachten die damaligen Reutter-Grundschüler, die heute schon die weiterführenden Schulen besuchen, erste Spielplatzwünsche auf´s Papier. Im September/Oktober 2015 erfolgte in Zusammenarbeit mit der Gartenakademie die Erstellung eines ersten Konzeptes, das für eine Förderung über das Projekt „Deutsche Umwelthilfe“ eingereicht wurde. Leider erfolglos, wie die Schulleiterin bedauerte. Damit war das Projekt aber nicht ad acta gelegt. 2017 konnte die Stadt das Grundstück am Klingberg 5 erwerben, das sich genau hinter dem bisherigen Schulhof befindet. Dieser konnte dadurch um 450 Quadratmeter erweitert werden.

Bilder

Die konkreten Planungen für den Spielplatz konnten mit dem Bauamt und einem Ingenieurbüro beginnen. Im März 2018 gab der Stadtrat die Mittel von rund 200 000 Euro für die Spielplatzgestaltung frei. Nur die Umsetzung ließ auf sich warten, da die erste Ausschreibung der Arbeiten kaum Angebote brachte. Der zweite Versuch Anfang dieses Jahres war erfolgreich. Die Gestaltung konnte im Frühling beginnen. In dieser Woche wurden die Arbeiten abgeschlossen. Es fehlen nur noch einige Restbepflanzungen, was der Jahreszeit geschuldet sei. Kernstück des neuen Spielplatzes ist neben den neuen Klettermöglichkeiten, den Sitzmöglichkeiten und viel Raum für Bewegung das in sich abgeschlossene Fußballfeld. „Endlich kann Fußball gespielt werden, ohne dass der Ball auf der Straße oder bei den Nachbarn landet“, freute sich Straßburg für die Kinder.

Zahlreiche Geschenke zur Einweihung

Und es gab noch mehr Grund zur Freude, bevor es endlich ans Spielen und Feiern ging. Konrad Drüsedau aus Roxförde, der bei der Einschulung kurzfristig und uneigennützig als Fotograf einsprang, spendierte die Einnahmen von den Fotos für den Förderverein der Schule. Er überreichte Straßburg einen Scheck über 475 Euro. Iris Lüders von der Volkssolidarität – und Chefin der Leseomas – hatte ebenfalls einen Knisterumschlag mitgebracht, während es vom Reutter-Hort Bälle und von den Handwerkern zwei große Körbe gab, die mit Obst und Süßem prall gefüllt waren.