Mieste l „Ich finde es schön, anderen Menschen eine Freude zu machen“, sagte Josie Beier. „Ich mache mit, weil ich sehr gern was für Kinder tun möchte, die es nicht so gut haben wie wir“, meinte Emma Wiegel.

Die beiden Viertklässlerinnen gehören zur Jungpfadfindergruppe der evangelischen Kirchengemeinde Mieste, die am Sonnabend erstmals im Rahmen einer Sternsingeraktion in Mieste und Wernitz unterwegs war. Dabei können sie sich die Kinderarmut in vielen Ländern nur schwer vergegenwärtigen. „Man sieht es zwar im Fernsehen, aber vorstellen können wir uns das nicht“, sagte Josie Beier.

Spruch an Häuser geschrieben

Aufgeteilt in zwei Gruppen mit Gemeindepädagogin Christel Schwerin und Diana Lehnert ging es dann zu den Familien, die im Vorfeld Interesse an einem Sternsingerbesuch angemeldet hatten. „Ich sende einen Engel vor dir her“ wurde vor den Türen gesungen. Dann schrieben die Sterne der beiden Gruppen (Emma Plock und Amelie Bardölke), die den Heiligen Drei Königen den Weg erleuchteten, den Segensspruch „20kC+M+B+18 – Christus segne dieses Haus“ an die Türen.

Bilder

„Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“ lautet das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion, die die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder ist. 1959 ins Leben gerufen, wurden seitdem bisher eine Milliarde Euro gesammelt. Die bundesweite Eröffnung der Sternsingeraktion 2018 fand am 29. Dezember in Trier statt.

In Mieste waren die Sternsinger erstmals unterwegs. „Diese ökumenische Tradition ist eine sehr schöne Aktion. Gerade nach Weihnachten mit den vielen Geschenken, ist es gut, Kindern zu helfen, denen es weitaus schlechter geht als uns“, betonte Christel Schwerin. Im Vorfeld sei ausführlich die Thematik besprochen worden. Am Sonnabend waren die Mädchen dann auch begeistert bei der Sache.