Kalbe l „Die Brücke hält einem Fahrzeugverkehr nicht mehr stand.“ Mit diesen Worten unterstrich die zuständige Mitarbeiterin des Kalbenser Bauamtes, Kerstin Schulz, warum umgehend eine Sperrung der Milde-Überführung an der Ostpromenade erfolgen muss – jedenfalls für mehrspurige Fahrzeuge.

Aktuell wird geprüft, welche Art von Pollern dort künftig platziert werden könnte. Sie müssen, so viel ist klar, unverrückbar sein. Denn ansonsten, das zeige die Erfahrung mit anderen Brücken, würde es immer wieder Versuche geben, die Poller zur Seite zu schieben, sagte die Fachfrau vom Bauamt.

Stadtrat vergibt Aufträge

Bereits während des nichtöffentlichen Teils seiner Januar-Sitzung hatte der Stadtrat die beiden Aufträge für die Erneuerung der Brückenbohlen und des Brückengeländers vergeben. Sie sollen in nächster Zeit ausgeführt werden. Eine grundhafte Sanierung der Brücke inklusive ihrer Widerlager ist hingegen nicht möglich. Sie würde das finanziell Machbare deutlich übersteigen, zumal es im Gebiet der Einheitsgemeinde Kalbe viele weitere Überführungen gibt, die laut Überprüfung durch externe Gutachter eigentlich nicht mehr benutzt werden dürften.

Für die Anlieger der Ostpromenade, aber auch für das Rettungswesen, bedeutet dies, dass die dortigen Grundstücke künftig nur noch aus Richtung Freibad angefahren werden können, die dortige Schranke also verschwindet. Das Team des städtischen Bauhofes muss dann regelmäßig für eine Befahrbarkeit sorgen, indem es die größten Löcher in dem unbefestigten Verkehrsweg füllt. Allerdings, so unterstrich Kerstin Schulz in dem Zusammenhang, seien die meisten dieser Grundstücke ja von vorn über die Gardelegener Straße beziehungsweise über die Rathausstraße erschlossen, sodass sich für die Kommune keine automatische Verpflichtung ergebe, die Ostpromenade zu sanieren.

Oberflächenbehandlung

Mittelfristig, auch das machte Schulz deutlich, sei sehr wohl eine Oberflächenbehandlung im Abschnitt zwischen Freibad und Milde-Brücke vorgesehen – und zwar genauso, wie sie bereits im vorderen Bereich der Ostpromenade, also von der Straße der Jugend bis zum Freibad, erfolgt sei. „Denn wir wollen dort eine Lösung herbeiführen, die die ständigen Unterhaltungsmaßnahmen unnötig macht“, so Schulz. Geprüft werde deshalb, ob und in welcher Form Fördermittel für die Maßnahme genutzt werden könnten.