Kalbe l In Kalbe gibt es genau 338 Straßenlampen. „Aber die Leuchten sind bunt gemischt.“ Das hat Karl-Heinz Grönitz, Chef der Firma G & S, während der jüngsten Ortschaftsratssitzung mitgeteilt. Dorthin war er eingeladen worden, um einmal darüber aufzuklären, wie es um den Zustand der Kalbenser Straßenbeleuchtung bestellt ist. Schließlich ist seine Firma seit vielen Jahren mit der Wartung betraut und kennt die Probleme daher am besten.

Und derer gibt es einige, wie Grönitz deutlich machte. So seien die Kabel nicht mehr überall durchgängig schaltbar. Bei Bauarbeiten seien sie teils auch nicht richtig geschützt worden, sodass es immer wieder zu Störfällen komme, nach deren Ursache dann aber oft erst aufwendig gesucht werden müsse. Und natürlich sei da das Problem der unterschiedlichen Leuchtmittel. „Man sollte sich irgendwann auf einen einheitlichen Leuchtentyp verständigen“, empfahl Grönitz. Nach seinen Berechnungen könne die Stadt knapp 10 000 Euro pro Jahr sparen, wenn sie alles auf LED-Leuchten umstelle.

Vielleicht, so meinte Ortsbürgermeister Heiko Gabriel, ließe sich die Sache ja im Zuge des Stark-V-Förderprogrammes in Angriff nehmen. Denn das sei ja für Pflichtaufgaben, und insbesondere für energetische Sanierungsmaßnahmen, gedacht.

„Aber es muss eben mal jemand das Thema anfassen“, so Gabriels Kommentar. „Sonst wird es immer weggeschoben.“

Der Ortschaftsrat kann zwar nicht über Investitionen entscheiden, wird aber zu diesen Themen angehört und kann entsprechende Empfehlungen geben. Und genau das soll in Bezug auf die Erneuerung der Straßenbeleuchtung passieren.

„Ich würde vorschlagen, Zug um Zug umzurüsten“, so Karl-Heinz Grönitz. Und bei der Gelegenheit müsse auch an einige Neuinstallationen gedacht werden. So gebe es Stellen in Kalbe, die gar nicht beleuchtet seien oder an denen sich Masten bereits in bedrohlicher Schieflage befänden und es nur noch einen Frage der Zeit sei, wann dort das Lampenkabel abgeschert werde.