Kalbe. Das Kalbenser Freibad ist um eine Attraktion reicher. Diesmal handelt es sich aber nicht um ein neues Spiel- oder Sportgerät, sondern um eine Tauschbox, geschaffen aus einer ausgedienten Telefonzelle.

Dort können nicht nur gut erhaltene Bücher, sondern auch Gesellschaftsspiele oder auch Schwimmhilfen, die vom eigenen Nachwuchs nicht mehr benötigt werden, zur Mitnahme abgelegt werden. Einzelstücke können direkt hinterlassen werden. Wer gleich kistenweise etwas vorbeibringen möchte, kann seine Spenden für die Tauschbox beim Mitarbeiterteam der Freizeiteinrichtung abgeben. Das hat Mirko Wolff, der Vorsitzende des Freibad-Fördervereins, mitgeteilt. Nach seinen Angaben ist es für diejenigen, die etwas aus der Tauschbox entnehmen, nicht zwingend erforderlich, dafür etwas anderes hineinzulegen. Jeder gibt, was er möchte.

Idee ist abgeguckt worden

Dass dieses Konzept funktioniert, zeigen Beispiele aus vielen anderen Städten, in denen solche Tauschboxen zum Beispiel in Wohngebieten stehen. „Das Ganze war also nicht unsere Idee. Wir haben sie uns abgeguckt“, sagt Mirko Wolff augenzwinkernd. Allerdings gab es auch in Kalbe so etwas wie eine Initialzündung. Dem Freibad-Förderverein wurde nämlich von Bauunternehmer Christian Noack, der gleich nebenan seinen Betrieb hat, besagte Telefonzelle zur Verfügung gestellt. Und es war auch gleich klar, was sich damit anstellen ließe. Nur musste der große Blechkasten noch einmal neu gestrichen und mit Regalen versehen werden, was Mirko Wolff und seine Mitstreiter gern übernahmen. Marko Kühnel indes, der nicht erst mit seinem Magazin „Fliegenklatsche“ gezeigt hat, wie kreativ er ist, hat die Tauschbox so dekoriert, dass sie auch wirklich optisch in das Freibad hineinpasst.

Bilder

Immer, wenn dieses geöffnet ist, kann auch die Tauschbox genutzt werden. Und gleich am ersten Tag stieß sie auf großes Interesse, vor allem bei den jüngeren Besuchern. So holten sich auch die Schülerinnen Hanna Hartmann aus Packebusch, Lotta Siede aus Kakerbeck und Emma Marie Rühlemann aus Kalbe gleich je ein Buch aus dem blau-gelben Kasten und lasen während der Badepausen begeistert darin.

Allerdings, so Mirko Wolff, könnten die Bücher, Spiele und Schwimmhilfen auch durchaus mit nach Hause genommen werden. Denn es komme ja hoffentlich immer wieder etwas Neues in die Box hinein.