Gardelegen l Mitglieder des Tierschutzvereines, aber auch viele andere freiwillige Helfer, haben bei einem Arbeitseinsatz im Gardeleger Tierheim zugepackt. Aufräumen und Bauarbeiten standen auf dem Plan. Denn wenn der Tierschutzverein, wie geplant, am Ende des Monats eine neue Zulassung für den Betrieb des Tierheimes beantragen will, muss alles tiptop sein.

Jeweils rund 20 Helfer klotzten in mehreren Schichten auf dem Gelände ran. Im Eingangsbereich entfernten Matthias Benze und Werner Wientzek Kraut und Erde. Dort soll hinter dem Maschendrahtzaun eine neue Schleuse entstehen, damit keine Hunde entwischen können, wenn jemand das Eingangstor öffnet. Nebenan reinigte Pascale Behnert die Käfiggitter. Vereinsmitglied ist er nicht, aber das Tierheim unterstützen möchte er unbedingt. Er hatte sich vor einiger Zeit seinen Samo, einen Schäferhundmix, aus dem Tierheim geholt.

Neue Quarantäneboxen

Vor den Käfigen sollen demnächst Quarantäneboxen errichtet werden. Drainagen müssen noch verlegt werden, und es soll ein festes Fundament geben, so die Pläne von Vereinschefin Carmen Koch. Ein großer, von einer Firma gestifteter Haufen Sand, rund sechs Kubikmeter, war im hinteren Bereich des Geländes aufgeschüttet worden. Damit sollen nun Löcher und Absenkungen, zum Beispiel entlang der Wege, gefüllt werden.

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Einiges hat sich bereits im Vorfeld getan, wie die Vorsitzende stolz berichtete. So seien Küche und Futterküche renoviert worden, und die Katzenhäuser wurden generalüberholt. Jetzt fehle nur noch ein säurebeständiger Boden, von dem sich Katzenurin problemlos entfernen lässt. Denn Desinfektion soll ganz groß geschrieben werden im neuen Tierheim, betonte Koch.

Neu gebaut werden soll auch ein Holzhaus für Hundewelpen. Neue Hundehütten sollen außerdem angeschafft werden – vor allem mit Flachdach. Hunde würden es nämlich lieben, auf einem erhöhten Platz zu liegen und alles gut im Blick zu haben, erklärte Koch. Auch einen kleinen Parcours für die Hunde würde sie gern anlegen, damit die Tiere sich beschäftigen können.

Stabmattenzaun geplant

Ein ganz großes Anliegen sei es für sie, das Areal mit einem hohen Stabmattenzaun zu umgeben. „Damit hier niemand mehr Tiere rausholen oder einfach über den Zaun reinwerfen kann“, sagte sie. Vor einem Jahr hatte es einen besonders tragischen Fall eines Hundes gegeben, den man einfach so über den Zaun des Heims geworfen hatte. Er brach sich beim Sturz die Hüfte und musste eingeschläfert werden.

Derzeit werden im Tierheim noch zwei Hunde und sechs Katzen betreut. Gardeleger Fundtiere werden momentan in das Heim in Satuelle gebracht. Carmen Koch hofft, dass nach Abschluss der Renovierungsarbeiten der Kreis grünes Licht gibt für die Neueröffnung.