Schenkenhorst l Nasskaltes, windiges Januar-Wetter und eine Stelle, gefühlt im Nirgendwo: Doch das konnte die Schenkenhorster nicht davon abhalten, die neue Kuhbrücke am Sonnabendnachmittag ihrer Bestimmung zu übergeben. Über die vielen Besucher freuten sich auch Ortsbürgermeister Uwe Roitsch und seine Ortschaftstratsmitglieder, die zur Feier des Tages einige Flaschen Sekt mitgebracht hatten.

Seit Ostern 2014 war die alte Brücke gesperrt – und hatte bei so manchem Radfahrer für Ärger gesorgt, denn ohne die Kuhbrücke konnte die Fahrt auf dem idyllischen Milderadweg Richtung Kalbe nicht fortgesetzt werden. Stattdessen musste auf der Straße nach Kalbe gefahren werden. „Die Strecke wird in der warmen Jahreszeit wirklich viel genutzt“, sagte Roitsch. Deswegen hatte sich der Ortschaftsrat wiederholt stark dafür gemacht, dass die Brücke aus Haushaltsmitteln der Stadt finanziert wird.

Die Baukosten für das Konstrukt beliefen sich auf 21 000 Euro, dazu kamen Kosten für Abriss und Entsorgung der alten Brücke in Höhe von 14 000 Euro. Insgesamt: 35 000 Euro, finanziert allein aus dem Haushalt der Stadt ohne Fördermittel. Roitsch dankte der Verwaltung und dem Stadtrat, die diese Investition möglich gemacht hatten. „Wir sind sehr zufrieden, wie das gelaufen ist“, betonte der Ortsbürgermeister. Im Dorf seien in der Vergangenheit mehrere Maßnahmen umgesetzt worden.

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Die abgerissene Brücke war übrigens noch gar nicht so alt: Sie war 1998 für 17 000 DM gebaut worden. Die Träger waren jedoch marode, so dass das Bauwerk im April 2014 gesperrt werden musste. „Und wir hoffen natürlich, dass die neue Brücke mindestens doppelt so lange hält, sie hat schließlich auch mehr gekostet“, so Roitsch. Während der obere Teil der Fußgänger- und Radfahrerbrücke komplett aus Holz besteht, sind die Träger aus Metall. Deutlich höher als zuvor ist das Geländer.

Den Scherenschnitt für die Freigabe vollzogen Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig und die kleine Schenkenhorsterin Holly Gladow (3), die ganz in der Nähe der Brücke mit ihrer Familie wohnt.

Nach der feierlichen Übergabe gingen die meisten Gäste gleich zur nächsten Feier im Dorf, wo es jedoch deutlich wärmer war: beim Weihnachtsbaumverbrennen am Dorfgemeinschaftshaus.