Hottendorf  l Die große Mehrheit der befragten Hottendorfer hat sich in den vergangenen Tagen gegen die Errichtung einer einzelnen Windkraftanlage auf dem Areal der Kiesgrube außerhalb der Ortschaft entschieden. Geplant hatte die Errichtung einer solchen Anlage ein dort ansässiges Unternehmen, um sich dort unabhängig mit Strom versorgen zu können. Nach Diskussionen in und nach einer Informationsveranstaltung, in der die Verantwortlichen des Unternehmens ihre Pläne vorgestellt hatten, hatte die Stadt eine Umfrage gestartet.

Alle 216 wahlberechtigten Hottendorfer seien dahingehend angeschrieben und nach ihrer Meinung befragt worden, erläuterte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig gestern im Pressegespräch. 148 Antworten seien eingegangen, informierte sie in Absprache mit dem Hottendorfer Ortsbürgermeister Fred Odewald. 146 Antworten waren davon gültig – ein Hottendorfer hatte den Umfragezettel unterschrieben, auf einem weiteren Zettel war das Votum nicht eindeutig erkennbar.

Auszählung zeigt ein klares Gesamtergebnis

Eindeutig ist allerdings das Gesamtergebnis: Von den Befragten entschieden sich demnach 104 gegen und nur 42 für die Errichtung einer solchen Windkraftanlage. Mit diesem Ergebnis werde nun der Ortschaftsrat noch einmal über das Thema diskutieren, so Zepig. Und dessen Empfehlung, egal mit welchem Ergebnis, werde die Stadt dann auch folgen. Eine Stadtratsentscheidung dazu müsse nicht mehr eingeholt werden.

Eine solche Vorgehensweise war allerdings nur möglich, weil der geplante Standort der Einzelanlage nicht zum Vorranggebiet Wind gehöre, erinnerte Zepig. In einem solchen Fall könne nur die Stadt bei der regionalen Planungsgemeinschaft Wind ein Verfahren einleiten, um den Genehmigungsprozess in Gang zu setzen. „Machen wir nichts, geht es damit gar nicht erst los“, so Zepig.