Gardelegen l Mehr als 900 Firmen haben ihren Sitz in Gardelegen – große Unternehmen mit zahlreichen Angestellten ebenso wie hauptberuflich und nebenberuflich selbstständige Kleinstunternehmen. Von ihnen allen wollte die Stadt wissen, wie zufrieden die Akteure der Wirtschaft mit ihrem Standort sind.

Nur 62 hatten sich allerdings an der Umfrage beteiligt. Repräsentativ ist es also nicht, das jüngste Ergebnis. Dennoch stellte Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg die Auswertung im jüngsten Finanzausschuss vor. Denn die lässt durchaus Rückschlüsse darauf zu, was gut läuft, und was verbesserungswürdig ist.

Zu den letztgenannten gehört ganz sicher die Verfügbarkeit von Arbeitskräften vor Ort. Für immerhin 72 Prozent der Firmen ist sie ein wichtiger Standortfaktor.

16 Firmen haben freie Stellen

Und für den es gab lediglich die Note 3,4. „Allein 16 der Unternehmen haben derzeit insgesamt vakante Stellen für 21 Fachkräfte und 25 Auszubildende“, beziffert Schlüsselburg. Zwar können Firmen bereits jetzt kostenlose Stellenanzeigen über die Homepage der Stadt schalten, künftig soll aber noch mehr getan werden. Auf Infoveranstaltungen ab dem kommenden Jahr sollen Unternehmer zum Beispiel besser mit der Arbeitsagentur, dem Jobcenter oder den Kammern vernetzt werden, schlägt Schlüsselburg vor.

Wichtig aber nicht mehr als zufriedenstellend finden Firmenchefs auch die Telekommunikations- und Dateninfrastruktur. Lediglich die Note 3 gibt es hierfür. Auch in diesem Punkt soll nun eine Infoveranstaltung Wissenslücken schließen und Wirtschaft und Entscheidungsträger verbinden. Zudem soll auf der Gardelegen-Website ein Newsletter über Förderprogramme im Bereich Digitalisierung entstehen.

„An allen Zahnrädern können wir als Stadt aber nun mal nicht drehen“, betont Schlüsselburg. Hier stoße die Wirtschaftsförderung an ihre Grenzen. Freuen können sich die städtischen Mitarbeiter aber auch über gute Noten. So gibt es für Sauberkeit und Sicherheit eine 2,5, und für allgemeine Lebensqualität und die kommunalen Einrichtungen gibt es sogar eine 2,3. Die Bestnote 2,0 vergeben die Betriebe übrigens für die Umweltqualität. Vielleicht könnte das ja der Aufhänger für die nächste Stadtwerbekampagne sein?!