Wiepke. Auf der Bundesstraße 71 in Höhe des Abzweiges nach Wiepke hat sich am Sonnabend ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignet. Dabei wurde die Fahrerin des allein beteiligten Skoda Fabia, bei der es sich um eine 22-Jährige aus dem Altmarkkreis Salzwedel handelt, im Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Die junge Frau wurde anschließend mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Dorthin war zuvor auch schon ihre Beifahrerin gebracht worden, die bei dem Unfall ebenfalls schwere Verletzungen erlitten hatte, bei der es aber gelungen war, sie ohne Schere und Spreizer aus dem Auto zu holen.

Unfallzeitpunkt war um 18.05 Uhr. Unmittelbar zuvor war über der Region ein schweres Gewitter niedergegangen. Die Nässe hatte die Bundesstraße, möglicherweise in Verbindung mit dem vorherigen Pollenflug, abschnittsweise in eine regelrechte Rutschbahn verwandelt. Wie Zeugen berichteten, war der Skoda Fabia aus Richtung Gardelegen unterwegs, als er in einer Senke kurz hinter dem Abzweig Wiepke von der Fahrbahn abgedriftet und rechts gegen eine große Birke geprallt war. Der Wagen hatte sich dabei quasi um den Stamm gedreht und war entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen gekommen.

"Land unter" in Wiepke

Die Bundesstraße musste für einen längeren Zeitraum voll gesperrt werden. Eine Umleitung erfolgte über Engersen, da der Verkehr nicht über die Alte Dorfstraße in Wiepke geführt werden konnte, da dort zu dieser Zeit „Land unter“ herrschte. Eine regelrechte Schlammwelle, von angrenzenden Äckern kommend, war zuvor durch das Dorf gerollt. Im Einsatz waren die Feuerwehren Estedt, Kalbe und Wiepke – und Gardelegens Stadtwehrleiter Sven Rasch.