Gardelegen l In Ackendorf ist ein Pkw sichergestellt worden, der offenbar zuvor in einen Unfall verwickelt war. Dieser muss sich am vierten Adventssonntag, 23. Dezember, zugetragen haben. Ein nichtbeteiligter Verkehrsteilnehmer hatte da nämlich in den Abendstunden der Polizei gemeldet, dass an der Auffahrt, die von der Ackendorfer Landstraße (B 71) auf die Gardeleger Umgehung (B 188) führt, mehrere Verkehrsschilder und Verkehrsleiteinrichtungen beschädigt sind. Die Beamten fuhren an den Ort des Geschehens und fanden diese Angaben auch bestätigt.

Vom Unfallverursacher fehlte aber jeder Spur. Er hatte zuvor offenbar, aus Richtung Ackendorf kommend, die Verkehrsinsel an der Auffahrt zur B 188 überfahren und war dann weiter geradeaus in einen Straßengraben gefahren, wo sein Wagen schließlich stecken geblieben war. Laut Spurenlage war das Auto anschließend von einer landwirtschaftlichen Zugmaschine – das zeigten die Reifenabdrücke – aus dem Morast gezogen worden, wobei Schäden am Bankett, an einem Schild, an einem Leitpfosten und am Bordstein entstanden waren. Zudem waren am Unfallort diverse Teile des Unfallfahrzeugs liegen geblieben.

Die Polizei fand im Zuge der nachfolgenden Ermittlungen in Ackendorf einen mit Planen abgedeckten Pkw Ford Focus, vor dem auch ein Abschleppseil lag. Die Kennzeichen waren entfernt. Das Fahrzeug, in dem die beiden vorderen Airbags ausgelöst hatten und das noch weitere Spuren aufwies, die zu dem Unfall passten, wurde sichergestellt und abgeschleppt. Die Schäden an dem Pkw bezifferte die Polizei mit rund 5.000 Euro.

Am Heiligabend erschien dann ein 36-jähriger Mann im Gardeleger Revierkommissariat und erstattete eine Selbstanzeige. Er hatte demnach den Ford Focus zum Unfallzeitpunkt gelenkt und sich von einer anderen Person abschleppen lassen. Der Unfallfahrer stammt laut Polizei aus dem Raum Gardelegen.