Gardelegen l Die bisherige teilanonyme Begräbnisfläche nahe der Friedhofsverwaltung ist voll. Seit Beginn des Jahres gibt es nun auf der Seite zum Holzweg auf dem Gardeleger Friedhof ein neues Areal.

Hier können Verstorbene in einer Urne anonym auf der grünen Wiese bestattet werden, ohne Grab und genaue Bezeichnung, so dass von den Angehörigen keine Grabpflege mehr geleistet werden muss. An den Verstorbenen wird aber dennoch mit einer kleinen Namenstafel auf einer Granitstele erinnert.

Letztere ist nun auch aufgestellt worden. Acht Namenstäfelchen wurden schon angebracht. Platz haben insgesamt 128 der Steinplatten, deren Maße vorgegeben sind, ebenso wie Material, Schriftart und der Abstand dazwischen.

Aus diesem Grund können Angehörige auch nicht einen Steinmetz oder ein anderes Unternehmen ihrer Wahl mit der Herstellung der Plakette betrauen.

Kosten bleiben gleich

„Wir haben in der Satzung festgeschrieben, dass nur ein von uns benannter Steinmetz diese Tafeln anfertigen kann, einfach um die Einheitlichkeit zu gewährleisten“, informiert Bettina Bauer von der Stadtverwaltung auf Nachfrage.

Ein Namenstäfelchen muss indes nur bestellen, wer eine teilanonyme Beisetzung wünscht. Gleich gegenüber dem teilanonymen Gräberfeld liegt das anonyme Gräberfeld, bei dem sowohl die Grabstelle als auch der Name des Verstorbenen komplett unerkennbar und unbenannt bleiben.

Die kommunalen Kosten für die jeweilige Urnenbestattung sind auf beiden Flächen mit 345,57 Euro übrigens gleich. Die Kosten für die Namenstäfelchen sind von den Angehörigen selbst zu tragen.

Auf der anonymen Rasenfläche selbst dürfen keine Blumen abgestellt werden. Rund um die gesamte Begräbnisstätte werden aber nach und nach Flächen zum Ablegen von Blumen geschaffen, indem Grabstellen dort nicht wieder vergeben werden, informiert Bettina Bauer.