Mieste l „Ich bringe den Verletzten in die stabile Seitenlage. Meine Mutter ruft inzwischen mit dem Handy den Krankenwagen.“ Annemie Gebbert aus der 7b weiß schon viel über das Verhalten am Unfallort. Polizeioberkommissar Gerd Schönfeld ist fast zufrieden. Aber eine wichtige Sache hat sie vergessen: „Bevor ihr euch um die Verletzten kümmert, bevor ihr irgendetwas tut, müsst ihr die Unfallstelle absichern. Nur wer selbst unverletzt und am Leben bleibt, kann Leben retten.“

Als er von einem Unfall erzählt, bei dem der Helfer von einem Lkw erfasst und auf die Gegenfahrbahn geschleudert wurde, wo ihn vier Autos überrollten, wird es ganz still im Raum. Von den Siebtklässlern wird keiner vergessen, das Warndreieck aufzustellen, wenn er später mit dem Auto zu einer Unfallstelle kommt.

Nebenan in der 10b rauchen die Köpfe. Juliane Ensminger von der Awo-Sucht- und Drogenberatung hat ihnen eine Matheaufgabe gestellt: Wenn ein Mann, der 100 Kilo wiegt, eine Flasche Wodka trinkt, wieviel Promille hat er dann? Die Formel ist einfach und nützlich: Grammzahl des reinen Alkohols geteilt durch das Körpergewicht mal 0,7 bei Männern oder 0,6 bei Frauen. Der Mann hätte nach Genuss einer 750 Milliterflasche 3,1 Promille. „Jetzt wisst ihr endlich, warum ihr Mathe lernt“, sagt die Awo-Mitarbeiterin.

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Mit Drogenbrille um die Hütchen

Wie sich unter Alkohol- und Drogeneinfluss die Sicht verändert, probiert die 8a auf einem Parcours mit Spezialbrillen aus: Eine Brille verzerrt den Blick wie unter Drogeneinfluss, mit zwei anderen wird ein 0,8- und ein 1,3-Promillegehalt simuliert. Kaum ein Schüler schafft es, die Hütchen fehlerfrei zu umrunden. „Man hat alles nur verschwommen gesehen, und ich habe schon leichte Kopfschmerzen bekommen“, sagt Adrian Voigt, als er die Drogenbrille abnimmt. Und als Klassenlehrerin Anja Meinhardt ein paar Münzen auf den Boden wirft, wird das Aufheben zum Geschicklichkeitsspiel.

Zuvor hatte die 8a mit der Stoppuhr am Ortsschild gestanden und das Tempo der Autos gemessen. Das Ergebnis: Viele Fahrer sind mit deutlich mehr als den erlaubten 50 Stundenkilometern gefahren.

Training für Vorstellungsgespräche

Eine Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche gibt Carsten Heimann der Klasse 9b. Der Regionalgeschäftsführer der Barmer gibt Tipps für Händedruck und Körperhaltung und hat einen guten Rat für alle: „Die Fragen sind immer die gleichen. Man kann sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten. Sagt euren Eltern, die sollen sie euch unverhofft am Frühstückstisch stellen.