Geflügelpest

Vietzen: Vogelgrippe in Privatbestand

Vogelgrippe: Hühner, Enten und Gänse eines Halters im Altmarkkreis sind betroffen. Alle infizierten Vögel mussten getötet werden.

Vietzen l Nachdem die Vogelgrippe am Montag (15. März) bereits bei einem Wildvogel nachgewiesen wurde, meldete das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt am Donnerstag nun den ersten Fall der hochansteckenden Aviären Influenza (Geflügelpest) auch in einem Hausgeflügelbestand in der Einheitsgemeinde Kalbe. Betroffen ist ein Halter in Vietzen, der seine Hühner, Enten und Gänse am Dienstag aufgrund klinischer Auffälligkeiten dem Tierarzt vorstellte.
Mehrere Hühner waren bereits verendet. Daraufhin seien diese nach Stendal an das Landesamt für Verbraucherschutz gesandt worden, heißt es in der Mitteilung. Am Mittwoch gab es bereits einen vorläufigen Zwischenbefund, der das Influenzavirus H5 (Vogelgrippevirus) nachwies. Am Donnerstag bestätigte das nationale Referenzlabor am Friedrich-Löffler-Institut den Subtyp H5N8 im Hausgeflügelbestand. Damit sei der Ausbruch der Geflügelpest im Altmarkkreis Salzwedel amtlich festgestellt.
Im Bestand wurden daraufhin sofort Proben entnommen und klinisch durch Tierärzte des Kreisveterinäramtes untersucht. Der Tierbestand wurde gesperrt. Die betroffenen Tiere seien bereits tierschutzgerecht getötet und die Kadaver unschädlich durch ein Fachunternehmen beseitigt worden. Mit der notwendigen Reinigung und Desinfektion der Haltungseinrichtung wurde eine Fachfirma beauftragt, informiert die Behörde.
Um die weitere Ausbreitung der anzeigepflichtigen Tierseuche zu verhindern und zum Schutz vor weiterer Ausbreitung richtet der Altmarkkreis Salzwedel mit sofortiger Gültigkeit einen Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet ein. In beiden Bereichen ist sämtliches Geflügel anzuzeigen, Krankheiten sind sofort zu melden. Die Jagd auf Federwild ist nur mit Genehmigung erlaubt. Hunde und Katzen dürfen nicht frei umherlaufen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Bußgelder von bis zu 30.000 Euro. Im gesamten Altmarkkreis gilt weiterhin die Stallpflicht.
Zum Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern gehören die Ortschaften Vietzen, Güssefeld, Siepe, Karstedt und Altmersleben. In diesem Gebiet sind 56 Geflügelhalter mit insgesamt 1088 Stück Geflügel registriert. Alle Tierhalter wurden bereits von Teams des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes aufgesucht. Es erfolgte die klinische Untersuchung des Geflügelbestandes und die Entnahme von Proben.
Das Beobachtungsgebiet hat einen Radius von zehn Kilometern. Es wird im Norden begrenzt durch die Ortschaften: Depekolk, Ladekath, Fleetmark und Lohne. Im Osten wird es begrenzt durch Packebusch, Beese, Vienau und Karritz. Die südliche Grenze bilden Kalbe und Wernstedt. Im Westen wird es begrenzt durch Kakerbeck, Cheinitz und Mösenthin.