Roxförde l Mit Äpfeln, Kürbissen, Blumen und weiteren Gaben war am Sonntag die Kirche in Roxförde geschmückt. Dort wurde der Erntedankgottesdienst gefeiert. Aber das war nicht der einzige Grund, warum Gottesdienstbesucher aus Roxförder, Letzlingen und den umliegenden Orten gestern in die Roxförder Kirche strömten. Dort führte Gerd Hinke, Pfarrer im Pfarrbereich Letzlingen-Solpke, durch den Gottesdienst und das zu seinem silbernen Ordinationsjubiläum.

Roxförde war an der Reihe

Mit diesem Gottesdienst feierte Pfarrer Gerd Hinke das Jubiläum seiner Ordination vor 25 Jahren am 3. Oktober 1993 in der Letzlinger Schlosskirche. Dass sein Ordinationsjubiläum in Roxförde stattfand, habe einen ganz simplen Grund, wie Hinke erklärte. So finden die Erntedankgottesdienste alljährlich jeweils im Wechsel in Roxförde und Letzlingen statt. Und diesmal sei eben Roxförde an der Reihe gewesen.

Glückwünsche des Kirchenkreises Salzwedel übermittelte Superintendent Matthias Heinrich. Er übergab Hinke anregende Lektüre, nämlich das Buch „Kirche, die über den Jordan geht“, in dem Wege einer modernen Kirchengestaltung beschrieben werden. Weitere Glückwünsche und Präsente gab es von Horst Dietmann, Pfarrer i.R., den Mitgliedern des Gemeindekirchenrates sowie des Mütterkreises Letzlingen.

Ein Danke für die Unterstützung

Hinke nutzte die Gottesdienstfeier, um Danke zu sagen. Er bedankte sich bei den Mitgliedern des Pfarrbereichs, die die Gemeinde mit Leben füllt, denn „Kirche lebt von den persönlichen Beziehungen“, so Hinke. Er dankte seiner Familie, die ihm den Rücken stärke und freihalte. Und am Erntedankfeiertag war das Danken auch Thema der Predigt. Hinke ermunterte die Gottesdienstbesucher, sich einmal darüber klar zu werden, wofür alles gedankt werden könne. So gelte es dankbar für die Erntegaben zu sein, aber auch für Hilfe, die uns Menschen entgegenbringen, für schöne Lebensmomente und für vieles weitere mehr. „Dankbarkeit ist ein Lebensquell“, so Hinke. Und so ermahnte er, sich nicht von miesepetrigen Menschen, die nichts Schönes erkennen, die an allem etwas zu nörgeln haben, hinunterziehen zu lassen. Und schließlich bedankte er sich bei den Mitgliedern des Gemeindekirchenrates, die dafür Sorge trugen, dass im Anschluss an den Gottesdienst in der Roxförder Winterkirche ein kleiner Imbiss stattfinden konnte.

Gerd Hinke trat nach seinem Studium in Erlangen und Kiel 1991 sein Vikariat in Mieste an. Propst Christoph Hackbeil war zu dieser Zeit Pfarrer in Mieste und somit Hinkes Mentor. „Es war ein schöner Start“, erinnerte sich Hinke. Als er 1993 als Pfarrer im Pfarrbereich Letzlingen eingesetzt wurde, gab es dort viel zu tun. An der Kirche gab es noch sehr viel zu restaurieren. „Ich hatte aber die Vision, mit den Menschen vor Ort kann das gemeinsam geschafft werden“, sagte der 54-Jährige. Neben seiner Pfarrstelle in Letzlingen wurde Hinke auch einige Jahre im Maßregelvollzug in Uchtspringe als Pfarrer und Seelsorger eingesetzt. Später war er 14 Jahre lang als Militärseelsorger in Letzlingen tätig. Diese Tätigkeit beendete er, als er 2014 zum Pfarrbereich Letzlingen auch den Pfarrbereich Solpke hinzubekam, nachdem Pfarrer Albrecht Warweg in den Ruhestand ging. Gerd Hinke ist verheiratet, Vater dreier Kinder und lebt in Letzlingen.