Ackendorf l Im Schritt und im Galopp kreisen die Pferde um die Longenführerin im Zentrum, unbeirrbar gegen den Uhrzeigersinn, während die jungen Reitkünstler im Voltigiersattel ihre Kunst zeigen. Sechs bis sieben Pflichtübungen gilt es zu absolvieren, in der Kür müssen es mindestens vier sein, und bis zu zwölf Elemente sind erlaubt. Den Schulterstand und die Standwaage beherrschen die jungen Voltigierer perfekt, dann geht es zu zweit weiter mit den akrobatischen Übungen im Sattel. Zuletzt reiht sich die Gruppe vor dem Richtertisch auf, der Größe nach geordnet wie die Orgelpfeifen, und macht eine formvollendete Verbeugung vor dem Richtertisch. Preisrichterin Marie Sophie Specht vom Landesverband macht eine letzte Notiz. Reicht es für den Kreismeistertitel?

Zwei zweite Plätze für Engersen

„Die Pflichtelemente haben sich im Laufe der Zeit verändert, sie sind etwas schwerer geworden“, verrät Ilka Zitzewitz-Pawelski vom SV Engersen, der bereits zum dritten Mal das Turnier ausrichtet. Zusammen Longenführerin Ariane Müller und Trainerin Anja Schramm hat sie den Wettbewerb organisiert. Die drei Frauen freuen sich, dass ihre beiden Mannschaften mit zwei zweiten Plätzen in der Kreismeisterwertung recht gut abgeschnitten haben.

Elf Gruppen aus sieben Vereinen sind angetreten, fast nur Mädchen, der einzige Junge ist Tilmann Reichel aus Klötze. Wie er sich fühlt unter lauter Mädchen? „Sag jetzt bloß nichts Falsches“, rufen seine Mitstreiterinnen lachend.

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Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren sind dabei. Auch Einzelvoltigierer treten bei den S-Klasse-Wettbewerben an, sie kommen aus den Landesverbänden Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg.

Zum Abschluss gibt es Bänder und Rosetten für die Teilnehmer. Und einen Extra-Glückwunsch für Jennifer Grosse aus Käcklitz: Sie feiert an diesem Tag nämlich ihren elften Geburtstag.