Gardelegen l Jeden Freitag um 18 Uhr gibt es im Diakoniestübchen in der Rudolf-Breitscheid-Straße das Begegnungscafé. Die Diakonische Flüchtlingshilfe des Kirchenkreises Salzwedel lädt dazu Alt-Gardeleger und Neu-Gardeleger ein, bei Kaffee, Tee und Keksen ins Gespräch zu kommen.

Jetzt jedoch jedoch fand das Begegnungscafé ausnahmsweise einmal im Evangelischen Gemeindezentrum statt, denn Evelyn Ruppert-Schulze berichtete von ihrer Reise nach Jordanien im März dieses Jahres.

Arabische Teigrollen und deutscher Kuchen

Leider waren nur knapp 20 Menschen gekommen, um die arabischen Teigrollen – gekocht von Yessra Al Hussain – und den deutschen Kuchen – gebacken von Sabine Dietmann – zu kosten und dem spannenden Vortrag zu lauschen.

Bilder

Jordanien, so Evelyn Ruppert-Schulze, „ist ein Land, das eine Reise wert ist“. Nicht nur die alte Felsenstadt Petra und römische Ausgrabungsstätten standen bei ihr auf dem Programm, sondern auch der Besuch von UNHCR, der Deutschen Botschaft und der Diakonischen Katastrophenhilfe.

Land nimmt 1,5 Millionen Flüchtlinge auf

Jordanien hat bei einer Einwohnerzahl von etwas über neun Millionen insgesamt rund 1,5 Millionen Flüchtlingen Zuflucht gewährt. „In Jordanien gibt es kein Asylverfahren, wie in Deutschland“, so berichtete die Referentin den Zuhörern im Gemeindehaus. „Wer sich bei UNHCR registrieren lässt, dem wird automatisch die Hilfsbedürftigkeit bescheinigt. Das war für uns aus Deutschland erst einmal ein Perspektivwechsel.“

Mit vielen Bildern untermalt berichtete sie außerdem von einem Projekt in der Hauptstadt Amman, in dem eine deutsche Frau, die seit vielen Jahren in Jordanien lebt, syrische Frauen unterstützt. „Viele haben Familienangehörige in Deutschland und waren sehr interessiert von uns Besuchern zu hören.“

Es gibt in diesem Anlaufzentrum außerdem eine kleine Seifenmanufaktur und am Ende des Vortrags hatten die Zuhörer die Möglichkeit für eine kleine Spende echte syrisch-jordanische Seife zu erwerben. Der Erlös wird der Seifenmanufaktur zu Gute kommen. Bei Tee, Wein und Knabbereien klang der Abend – ganz im Zeichen der Begegnung – aus.