Gardelegen l 130 Meter Leitungen sind in den zurückliegenden Wochen in der Wächterstraße verlegt worden. 31 Hausanschlüsse sind in diesem Zuge erneuert worden. Die Arbeiten laufen seit April dieses Jahres. Aufgrund von Bauverzögerungen dauern sie voraussichtlich bis zum Jahresende an.

„Die Schmutzwasserleitungen und Hausanschlüsse wurden fast vollständig verlegt, so dass nun in den kommenden Tagen die Regenwasserleitung verlegt werden kann“, teilte Stadt-Bauamtsleiter Engelhard Behrends auf Nachfrage mit.

Maßnahme von Wasserverband und Stadt

In Vorbereitung auf das Einsetzen der Regenwasserleitung sind die Arbeiter vor Ort derzeit dabei, die Straße auszukoffern. Anschließend soll der Ausbau der Fahrbahn und der Nebenanlagen erfolgen. Für die Fahrbahn soll das ausgebaute Sandsteingroßpflaster wieder eingebaut werden. Wieder eingebaut werden auch die Sandsteinborde, wie es aus dem Bauamt heißt. Die Nebenanlagen werden mit Mosaikpflaster befestigt. Die Auffahrten werden eine Befestigung aus Granitsteinpflaster erhalten, so Behrends.

Der grundhafte Ausbau der Wächterstraße ist eine gemeinsame Baumaßnahme des Wasserverbandes und der Hansestadt Gardelegen. Während der Wasserverband für die Erneuerung der Schmutzwasserleitungen zuständig ist, ist die Hansestadt Gardelegen für den grundhaften Ausbau der Fahrbahn und der Nebenanlagen verantwortlich. Ebenso für die Neuaufstellung der Straßenlampen und für die Verlegung eines Regenkanals im Straßenkörper.

Erdarbeiten per Hand umgesetzt

Zu Bauverzögerungen sei es gekommen, weil im Zuge des Einbaus der Schmutzwasserleitungen Erdarbeiten nur per Hand erfolgen konnten. Wie Behrends informierte, sei das „aufgrund der engen Platzverhältnisse im Erdreich in mehreren Abschnitten“, erforderlich geworden. Dabei musste auf zahlreiche Leitungen verschiedener Versorgungsunternehmen Rücksicht genommen werden. Wegen der engen Platzverhältnisse hätten außerdem Aussteifungsarbeiten der Baugruben teilweise mit Baubohlen ausgeführt werden müssen.

Für die Hansestadt Gardelegen fallen Baukosten von rund 210.000 Euro an. Diese werden zu 80 Prozent aus dem Landes-Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz bezuschusst, wie der Stadt-Bauamtsleiter sagte. Während der Tiefbauarbeiten seien Archäologen vor Ort gewesen, die im Erdreich der Wächterstraße, einer der ältesten Gassen der Stadt, nach Relikten aus der Vergangenheit suchten.