Berge/Jävenitz l Die FBG Berge, zu der die Reviere Gardelegen und Berge gehören, hat ihren Vorstand bestätigt. Außer Arno Otte, der aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stand, stellten sich alle Vorstandsmitglieder in der Jävenitzer Gaststätte Zur Gans wieder zur Wahl und wurden, zumeist einstimmig, wiedergewählt.

Vorsitzender bleibt Reno Voigt, Vize-Vorsitzender Gerhard Henke, Schriftführerin ist weiterhin Heike Studtmeister, und Ines Mollenhauer hat den Posten der Kassenchefin inne. Beisitzer sind Hartmut Arp, Heinz Martin Berlin, Hartwig Brohmann, Bernd Richter, Jürgen Lahmann, Horst Lembke, Wilhelm Matthies, Ute Odewald, Manuel Fünder und Jochen Studtmeister. Der Vorstand ist bereits seit einem Jahr tätig, musste aber aus verfahrenstechnischen Gründen neu gewählt werden.

Lob für Exkursion

In seinem Bericht ging Voigt noch einmal auf das 25-jährige Bestehen der FBG ein, das im vergangenen Jahr gefeiert werden konnte. Dazu gab es im September eine Exkursion auf Gut Zichtau, die die beiden Revierleiterinnen Christel Wöstenberg (Gardelegen) und Christine Köthke (Berge) vorbereitet hatten. Zum Programm, das Voigt sehr lobte, gehörten auch die Besichtigung des Voranbaus, der Blick auf eine Spezialmaschine zur Entnahme von Schirmen und eine Ackeraufforstung aus der Frühzeit der FBG.

Ein weiteres Thema war der Wegebau. Ein Thema, das alle betreffe, wie Voigt betonte. Und es „stinkt mich an“, sagte er, „nach einem nassen Sommer, Herbst und Winter sind die Wege in einem erbärmlichen Zustand“. Daran hätten zwar auch die Holzunternehmen Anteil. Die Wege würden aber auch Waldbesitzer, Jäger, Interessengruppen und Ausflügler nutzen. Eine Wiederherstellung sei dringend erforderlich. Nur: Wer soll das bezahlen?

Helmut Jachalke, der Leiter des Forstamtes Westliche Altmark in Klötze, plane ein Pilotprojekt in Solpke für den Solpker-Sachauer Weg. Laut Voigt werde auch die FBG mit einsteigen, falls es hier eine Lösung geben sollte. Immerhin gibt es im Berger Bereich rund 18 Kilometer Wegenetz, in Gardelegen noch einmal sieben.

Keine Auswirkung auf Holzpreise

Auch die Stürme des vergangenen Jahres haben dem Wald der FBG zugesetzt. Im Revier Berge hatte Orkan Paul im Juni 6000 Festmeter Holz niedergemacht, in Gardelegen warf „Xavier“ im Oktober weitere 2500 Festmeter um. Das sei schlimm, sagte Voigt, aber verglichen mit dem Süden Sachsen-Anhalts sei die FBG glimpflich davongekommen. Im Süden warf der Sturm zwei Millionen Festmeter um.

Das Sturmholz habe keine Auswirkungen auf die Holzpreise. Allerdings seien wegen der vielen nötigen Aufforstungen Engpässe bei den Pflanzen möglich, hier könnte es auch Preiserhöhungen geben.

Auch die Revierleiterin Christel Wöstenberg berichtete über die Stürme und ihre Folgen. Es habe von einzelnen Windwürfen und -brüchen bis hin zu richtigen Gassen und Schneisen alles gegeben. Betroffen waren alle Baumarten, erklärte sie, Schäden habe es hauptsächlich in älteren Beständen gegeben. Besonders dicke Bäume mit großen Kronen seien gefallen. Bisher habe man ihrem Bericht zufolge im Bereich Berge 1700 Festmeter und im Bereich Gardelegen 1300 Festmeter Schadholz aufgearbeitet. Da einige Maschinen nicht zu bekommen seien, würden sich Arbeiten, die für März geplant waren, nun auf den April verschieben. Zunächst sollen die Lärchenbestände, dann die Bestände mit Sägeholz durchgearbeitet werden.

Nur wenige Schädlinge

Holzschädlinge habe es nur wenige gegeben. Auch Mäusefraß und Waldbrände seien wegen der feuchten Witterung gering ausgefallen. Wöstenberg informierte auch über die Ergebnisse der aktuellen Winterbodensuche: Es gab erhöhte Werte bei der Forleule im Revier Berge in den Gemarkungen Breitenfeld, Berge und Wiepke. Der Falterflug werde nun mit Pheromonfallen überprüft. Bisher sei jedoch noch kein Falter gefangen worden.

Ein weiterer Gast war Roland Sterner, stellvertretender Leiter des Betreuungsforstamtes Letzlingen. Er berichtete, dass Stürme im Gesamtwald des Betreuungsforstamtes 60 545 Festmeter Schadholz gefordert hätten. Ferner gab er Informationen zum Wegebau. Waldwege seien laut Landeswaldgesetz Privatwege. Daher seien die Besitzer für sie zuständig. Am besten wäre es, die Wege zu wassergebundenen Schotterwegen auszubauen, so seien sie ganzjährig befahrbar. Hilfreich sei aber auch schon, wenn sie nach dem Holzeinschlag und -abtransport wieder repariert würden.

Revierleiterin Christine Köthke gab Informationen über Waldbau und den Holzeinschlag in 2017 sowie die Pläne für das laufende Jahr. Der Hebesatz liege konstant bei drei Festmetern pro Jahr. Damit seien auch die Voraussetzungen für die Holzmobilisierungsprämie erfüllt.