Lindstedt l „Das war ganz sicher unserer, da waren die Kerzen noch dran“, ulkte Olaf Menz aus Lindstedt. Gerade hatten Wehrleiter Michael Schulz, sein Stellvertreter Stefan Brohmann, Pascal Jacobs und René Hupe einen Baum aufs Feuer geworfen, der besonders hell aufloderte und ordentlich prasselte. Fasziniert beobachteten die Lindstedter das Schauspiel am Sonnabendabend auf dem Platz an der Kassiecker Straße.

Dorthin hatten die Kameraden die ausrangierten und abgeschmückten Weihnachtsbäume gebracht, um sie in geselliger Runde ein letztes Mal abzufackeln.

Zwei Hänger voll eingesammelt

Am Vormittag hatten die Kameraden mithilfe der Jugendwehr die Lichtertannen vor den Häusern eingesammelt. „Insgesamt zwei Hänger voll“, betonte Wehrleiter Michael Schulz.

Die Kameraden hatten also viel Arbeit. Schon morgens ging es los: Während der Nachwuchs mit einigen aktiven Kameraden die Weihnachtsbäume einsammelte und auf die Hänger warf, waren andere Kameraden am Vormittag extra in den Pastorwald gefahren, um Feuerholz zu sammeln. „Wir hatten wirklich gut zu tun“, fand Schulz. „Ohne ein richtiges Grundfeuer hätten wir die Bäume aber nicht zum Brennen gebracht.“ Denn der Regen hatte die eigentlich trockenen Weihnachtsbäume auch schon ein bisschen durchgeweicht. Mit der guten Vorbereitung war das aber nun kein Problem.

Sieben Mitglieder in der Feuerwehrjugend

Am knisternden Feuer und bei einem kleinen Imbiss hatten sich auch wieder etliche Lindstedter eingefunden, um ihren Bäumen das letzte Mal Adieu zu sagen. Olaf Menz hatte sogar drei Bäume beigesteuert, und auch den der Nachbarn und Opas Baum dabei.

Stolz waren die Lindstedter aber nicht nur auf ihre Bäume, sondern auch auf ihre jungen Feuerwehrleute. Insgesamt sieben Mitglieder gehören derzeit zu den Nachwuchsrettern in Lindstedt. Sechs waren beim Baumverbrennen im Einsatz. Eine gute Quote. Darüber freute sich neben Jugendwehrleiter René Hupe auch Olaf Menz, der zwei der Nachwuchsretter gleich noch für ein Foto zusammenrief.