Genthin  l Die Polizei hat neue Erkenntnisse im Fall der Schändung des sowjetischen Ehrenmals. Die Beschädigung an der Inschrift wurde am 28. August zur Anzeige gebracht. Bereits am Vorabend hatten Zeugen gegen 18 Uhr drei Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren in der Nähe des Ehrenmals gesehen. Ob die Drei möglicherweise Tatverdächtige oder Tatzeugen sind oder nur zufällig am Ereignisort anwesend waren, stehe laut Angaben der Polizei noch nicht fest.

Fünf Buchstaben fehlen

Von der Inschrift fehlen insgesamt fünf Buchstaben (N, I, U, S, E). Weitere 14 Buchstaben befanden sich noch am Denkmal und wurden allerdings beschädigt. Acht Buchstaben wurden vom Ehrenmal entfernt, konnten jedoch zum Teil beschädigt in der Nähe wieder aufgefunden werden.

Bereits vor mehr als zwei Jahren war das Ehrenmal Ziel von Vandalen. Damals wurden sechs Bronzetafeln und zirka zwei Drittel der Buchstaben des Gedenkschriftzuges mit brachialer Gewalt aus den Verankerungen gerissen und gestohlen. Bei der Rekonstruktion griff man auf Buchstaben aus Epoxidharz zurück, um keine Metalldiebe mehr auf den Plan zu rufen.

Dennoch kam es zur erneuten Beschädigung. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen und führt Verfahren wegen Störung der Totenruhe, wegen Diebstahls und wegen Sachbeschädigung. Weitere Hinweise, insbesondere zu den drei Kindern, erbittet die Polizei in Burg unter der Telefonnummer 03921 92 00.