Genthin l Auf dem dritten Bauabschnittes der B1 entlang der Geschwister-Scholl-Straße werden LED-Leuchten im kommenden Jahr errichtet. Diesen Beschluss brachte der Bau- und Vergabeausschuss während der Zusammenkunft auf den Weg. Verwendet werden soll die LED-Leuchte LUMA 1. Ein gängiges Modell, das Kommunen beispielsweise auf Parkplätzen, in Kreuzungsbereichen oder eben auf Ortsdurchfahrten verwenden. Die neue Beleuchtungsanlage soll an das Kabelnetz der Werderstraße angeschlossen werden. Der herkömmlichen Straßenbeleuchtung aus den 70er Jahren geht es komplett an den Kragen. Die 20 Masten werden, so die Beschlussvorlage, „komplett demontiert“.

Straßenleuchten im Abstand von 65 Metern

Die neuen 18 verzinkten Stahlpeitschenmasten haben eine Lichtpunkthöhe von sieben Metern. Sie werden in einem Abstand von etwa 65 Metern aufgestellt. Im Bereich des Busbahnhofes ist vorgesehen, den Mast mit einem Doppelausleger zu versehen, um so eine ausreichende Lichtversorgung zu gewährleisten. „Wir sind ansonsten in der Stadt mit der LED-Umstellung durch“, konnte Bürgermeister Thomas Barz (parteilos) während der Sitzung bekanntgeben.

Im Zuge der Umrüstung im Stadtbereich und in den Ortsteilen in diesem Sommer sind 652 Leuchten getauscht worden. Gegenüber der Natriumdampf-Lampen könne die Stadt Genthin nun bis zu 80 Prozent an Stromkosten einsparen, hatte Clemens Hilling, Standort-Leiter der Avacon Genthin, vor einigen Wochen erläutert.

In den Nachtstunden wird gedimmt

Damit kommt es zu einer Einsparung von 171 860 Kilowattstunden jährlich und bei einem Durchschnittspreis von etwa 23 Cent bleiben knapp 40 000 Euro Stromkosten im Stadtsäckel. Weiterer Strom wird gespart, da in den Nachtstunden zwischen 22 und 5 Uhr das Licht um 50 Prozent abgesenkt wird. Neu ist zudem die zentrale Steuerung der Straßenbeleuchtung nach einem vorgegebenen Dämmerungswert. Das neue LED-Licht unterscheidet sich dennoch etwas von dem der bisherigen Straßenleuchten.

„Es gibt durch das kaltweiße LED-Licht einen stärkeren Absatz zwischen hell und dunkel“, erläuterte Dagmar Turian vom Fachbereich Bau. Dieser härtere Übergang entspräche aber dem Regelwerk, da die Art des Lichtes eine andere sei. Investiert hat die Stadt dafür rund 380 000 Euro. Die Lampenmasten blieben bei dieser Umrüstung erhalten und nur die Leuchtköpfe ausgetauscht.

Ersetzt wurden hauptsächlich Natriumdampfhochdruck- bzw. Quecksilberdampflampen. „Der Austausch in diesem Umfang rechnet sich gegenüber der Anschaffungskosten in etwa fünf bis sechs Jahren“, machte Energie-Experte Hilling deutlich. Die neuen Leuchten hätten zudem eine Lebensdauer von 100 000 Stunden, also etwa 20 Betriebsjahre. Auch sei die Wartung unkomplizierter.