Besonderer Lebensabschnitt geht zu Ende

40 junge Leute der Sekundarschule Brettin bekommen während einer Feierstunde ihre Abschlusszeugnisse

Würdevoll und feierlich ging es am letzten Freitag in der neu fertigstellten Aula der Sekundarschule Brettin zu: Die zwei 10. Klassen bekamen ihre Abschlusszeugnisse. Das geschah unter Einschluss der Hygiene-Maßnahmen in zwei Durchgängen.

Von Thomas Skiba 19.07.2021, 00:00
Die 40 jungen Leute der Sekundarschule Brettin halten voller Freude ihre Abschlusszeugnisse hoch.
Die 40 jungen Leute der Sekundarschule Brettin halten voller Freude ihre Abschlusszeugnisse hoch. Foto: Thomas Skiba

Jerichow/Brettin - An ihre Schüler wandte sich die Klassenleiterin der 10 b, Ulrike Mauritz-Mücke: „Ihr könnt alle stolz auf euch sein, es bis hierher geschafft zu haben – trotz Corona-Einschränkungen und Homeschooling.“ Es war für alle, „Schüler, Lehrer und Eltern“, eine Herausforderung und nicht einfach, so Mauritz-Mücke weiter. Sie bricht zu einer Reise auf, einer Wanderung, bei der die schönsten und beeindruckendsten Momente der vergangenen sechs Jahre, angereichert durch zahlreiche Anekdoten. Unterrichtsgeschehen, Ausflüge und Klassenfahrten, zu jedem einzelnen Punkt gab es Erhellendes zu berichten und manches Lachen schallte durch die Halle. „Lernen, helfen, die Natur schützen, die Liebe. Tu es. Nur darum geht es im Leben“, gab die Klassenleiterin ihren Schulabgängern mit auf den Weg und appelliert ein letztes Mal, „erschafft euch so viele schöne und leidenschaftliche Momente, wie es nur geht.“ Auch Schulleiterin Dorothee Schwuchow fand packende Worte. Mit der zehnjährigen Schulzeit gehe ein besonderer Teil im Leben der jungen Leute zu Ende, so sagt sie. Nun sei das Loslassen in das Leben nicht einfach. Eltern müssten lernen, dass ihre Kinder immer selbstständiger werden. Die jungen Menschen hingegen müssten durch ständiges Weiterlernen immer am Ball bleiben. „Wer stehenbleibt, steht irgendwann im Weg“, merkt Schwuchow an. Das Zeugnis sei die wichtigste Eintrittskarte in das Leben und diese muss immer wieder vorgezeigt werden. „Ihr habt die Werkzeuge von uns mitbekommen, nun wendet sie an, wie sie sinnvoll sind“, sagt sie. „Wir alle können Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Schüler haben.“

Von den 40 Absolventen hätten 13 den erweiterten Realschulabschluss erhalten, die Klassenbesten sogar mit Notendurchschnitten von 1,1. 23-mal wurde der Realschulabschluss erreicht und viermal der Hauptschulabschluss. „Es ist ein gutes Zeichen, dass keiner ohne Abschluss die Schule verlässt“, befand die Schulleiterin. Das zeigt auch, dass nicht nur alle Schüler, sondern auch die Lehrer „ihre Arbeit vernünftig gemachthaben“.

Persönliche Worte zum Abschied

Dorothee Schwuchow erinnerte zum Abschluss ihrer Rede an die Unterstützung von Eltern und des Lehrerkollegiums während der Schulzeit der jungen Leute. Sie schloss dabei auch die Schulsozialarbeiter und Sekretärin mit ein. Die Absolventen erhielten von der Schulleiterin und von den Klassenlehrern ihre Abschlusszeugnisse. Jeder Einzelne wurde dabei mit persönlichen Worten zum Abschied und den besten Wünschen für die Zukunft bedacht.

Die Schüler der 9. Klasse gestalteten den Programmablauf. So trugen Linda Buchheister und Jasmin Albrecht Gedichte und Zitate vor. Juliane Rockrohr sprach die Dankesworte im Namen ihrer Mitschüler. Sie erinnerte sich an die gemeinsame Schulzeit mit der Klassenleiterin: „Frau Mauritz-Mücke war immer für uns da, auch außerhalb der Schulzeit.“

Außerdem bedankte sie sich bei den Lehrern für deren Kraft und Ausdauer und auch bei den Eltern, „die es nicht immer leicht hatten“. Als Dank überreichten die Schulabgänger ihren Lehrern als auch den Eltern Blumen zum Abschied. Geehrt wurden auch die Elternvertreter, die in den vergangenen Jahren ein offenes Ohr für Lehrer und für Schüler hatten und viele Aktivitäten unterstützten.