Parchen l Von einer herzlichen Begegnung erzählt Jürgen Schröder, der den beiden das sakrale Gebäude zeigte und mit ihnen ins Plaudern kam„ Sie hatten bereits einige Stationen in Deutschland hinter sich“, erzählt Jürgen Schröder vom Gemeindekirchenrat, der den Besuchern auf ihren Wunsch hin die Parchener Kirche zeigte.

Die letzte bekannte Spur hatte Carol Parchen und ihren Lebensgefährten zunächst in den Vorharz nach Vatterode geführt.

Von dort aus war der Ur-Großvater ihres Vaters mit Namen Georg Wilhem Parchen im Oktober 1848 in die neue Welt nach Amerika aufgebrochen. Gemeinsam mit ihm segelten Frau, Kinder und Schwiegermutter nach Übersee.

„Beide waren sehr angetan von der Kirche und bleiben eine Nacht in Parchen“, so Schröder über den Besuch des Paares.

In einem Gästebucheintrag drückte das amerikanische Ehepaar seinen großen Dank an die Parchener aus.

Zusammenfassung

„Ich bin sehr glücklich, in meinem ‚Heimatort‘ eine so schöne Kirche zu haben“, fasste Carol Janet Parchen in englischer Sprache als Erinnerung an ihre Stippvisite auf den Seiten des Gästebuches zusammen.

Neben Sachsen-Anhalt besuchten die Floridianer zunächst Frankreich, dann München, wo ein Bruder von Carols Lebensgefährtem lebt. Auch die baden-wüttembergische Hauptstadt Stuttgart wurde erkundet.

Material für eine weitere Recherche konnten die beiden Reisenden also leider nicht sichten.

Nach einem Brand war das sakrale Gebäude in der Kirchstraße im Jahre 1827 wieder neu aufgebaut worden.

„Ich bin sehr glücklich an den Ort der Herkunft meiner Vorfahren gekommen zu sein“, so Carol Parchen.

Und noch viel mehr erfreute es sie, dass sie hier eine so schöne Kirche vorfand, die mühevoll nach dem Feuer wieder aufgebaut worden war.

Auch für Familie Schröder war diese Begegnung etwas besonderes. Solchen Besuch hätte man ja schließlich nicht alle Tage.

Und auch wenn Jürgen Schröder zugibt, dass sein Englisch nicht zum Fremdenführer reicht, hat seine freundliche Art nach den Zeilen der Parchens bleibenden Eindruck hinterlassen.

Im Bilde festgehalten und mit lieben Zeilen im Gästebuch zum 150-jährigen Bestehen der Familiengaststätte „Herget“ verewigt, bleibt die Erinnerungen jetzt analog und digital erhalten.

Wie wohl schon ihre Vorfahren hat jetzt auch die Amerikanerin Carol Parchen Spuren im Jerichower Land hinterlassen, die vielleicht eines Tages auch ihre Nachfahren aufspüren werden.