Derben l Immer wieder neu zeigt die Kindertagesstätte „Elbschlümpfe“ durch ihre pädagogische Arbeit ihre Verbundenheit zur Natur. Erzieherin Veronika Handge ist Mitglied beim Naturschutzbund (Nabu) Jerichower Land und dadurch direkte Ansprechpartnerin bei diesem Thema.

Nur wenige Kröten gerettet

Zur Tradition im Programm der Kitakinder gehört der Besuch des Klietznicker Krötenzauns. „Die Witterung machte in diesem Jahr eine spontane Aktion notwendig“, sagt Veronika Handge. Wetter und Temperatur müssen stimmen – so früh im Jahr wurde der Zaun mit 17 Mitgliedern des Naturschutzbundes noch nie aufgestellt, im Februar war es bereits soweit. Das Fazit: So wenige Kröten wie dieses Jahr wurden selten aus den Eimern über die Straße in das Bucher Brack getragen.

Vom Nabu eingefunden hat sich vor Ort Jutta Klein. Sie hatte an dem Tag Dienst, denn täglich wird in die Eimer am Krötenzaun geschaut und die Amphibien dort werden gerettet. „Die Kinder waren völlig fasziniert, was da passiert“, erzählt Veronika Handge. Sie bekämen so ein besonderes Gefühl zur Natur, besonders zu den Tieren, sagt Handge.

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Einmal im Jahr zum Tierarzt

Das tun sie auch in der Derbener Einrichtung selbst. Denn dort hat die Katze „Schecki“ ein Zuhause gefunden. „Alles natürlich in Abstimmung mit den Ämtern“, sagt die Erzieherin. Einmal im Jahr gehört es nämlich dazu, einen Abstecher zum Tierarzt zu machen. Mit vier Kindern von der Igelgruppe ging es nach Altenplathow zur Praxis von Katrin Kühnel. Die Jungen und Mädchen sind froh darüber, dass die Tierärztin die Haltung in der Kita zu Tieren sehr begrüßt.

Veronika Handge hat mit ihren Tieren gute Erfahrungen in der Praxis gemacht. Einmal im Jahr ist zudem eine Impfung notwendig.

Bei der Untersuchung von „Schecki“ wurde eine Zecke entdeckt. Diese wurde von der Tierärztin entfernt. „Die Kinder standen mit dabei und haben mit Spannung zugesehen. Die Kleinen durften dann mit einem Stethoskop den Herzschlag ihres Haustieres abhören“, berichtet Handge. Der fünfjährige Justus weiß gut über die Kitakatze Bescheid: „Schecki hat ja auch eine schlimme Nase gehabt, weil sie sich mit einer anderen Katze gestritten hat“, erinnert er sich.

Warten auf das Schlüpfen der Küken

Doch bei Katze „Schecki“ soll es auf Dauer nicht bleiben, die Kitakinder sollen sich zukünftig mit weiteren Tieren beschäftigen. In einem der Räume deutet ein Brutapparat bereits an, um welche Tiere es gehen könnte. Kevin Fabian hat ihn für die Kindertagesstätte zur Verfügung gestellt. Täglich schauen die Kinder, ob sich was getan hat, denn sie erwarten, dass Küken schlüpfen. „Und das mit viel Spannung“, sagt die Kita-Erzieherin. Mit zu den neugierigen Beobachtern zählt auch die fünfjährige Pia. „Wir warten wirklich täglich auf die Küken“, sagt sie strahlend. Nicht nur die kleinen Küken werden erwartet, demnächst sollen auch Hühner Teil der Kita werden. Doch bevor es soweit ist, müssen Gespräche mit den entsprechenden Ämtern geführt werden. Bis dahin werden sich die Kinder an den hoffentlich bald schlüpfenden Küken erfreuen.