Hohenseeden l Sie war nicht mehr schön anzusehen. Aber sie erfüllte noch immer ihren Zweck. Die Laube wurde von den Nutzern immer gepflegt. Aber es waren im Laufe der Zeit doch größere Schäden aufgetreten. Deshalb war entschieden worden, der Laube ein neues Outfit zu verpassen.

Laube aus dem Jahr 1910

Die Laube, so hat Gabriele von Reinersdorff herausgefunden, wurde bereits im Jahr 1910 gebaut. Die Arbeiten hatte damals Zimmermannsmeister Wilhelm Hoppe aus Güsen übernommen und ausgeführt. Der Zimmermannsmeister hatte ein großes Sägewerk. Damals entstand auch die Idee, einen Kirchengarten anzulegen, in dem die Laube ihren Platz finden sollte.

Die Restaurierung der historischen Laube hatte Tischlermeister Marcus Richter übernommen. Der Güsener Tischler Marcus Richter konnte nach erfolgreicher Ausbildung am 23. November 2019 in Dresden seinen Meisterbrief im feierlichen Rahmen entgegennehmen.

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Ein Schmuckstück

Und Marcus Richter hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die historische Laube originalgetreu wieder herzustellen. Das Rondell präsentiert sich im barocken Stil. „Die Laube wurde farblich neu gestaltet. Es ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, welches einfach dorthin passt“, freut sich Gabriele von Reinersdorf.

Auch die Erzieherinnen sowie die Mädchen und Jungen des Adventkindergartens sind begeistert von ihrer „neuen“ Laube. „Wir freuen uns, dass die Laube erneuert wurde“, so Inge Friedrich, Leiterin des Adventkindergartens. Im Zuge der Restaurierung haben die Erzieherinnen gleich noch einen kleinen Garten neu angelegt. Hier wachsen nun unter anderem Buchsbaumhecken.

Großer Nutzen für Kindergarten

Die Laube kann zu verschiedenen Zwecken genutzt werden. Inge Friedrich: „Hier können wir zum Beispiel Essen und Basteln, wenn es das Wetter zulässt.“

Ab März gibt es im Hohenseedener Adventkindergarten eine weitere Neuheit. Dann werden Erzieherinnen und Kinder selbst für ein gesundes Frühstück vor Ort sorgen. „Die Kinder brauchen dann keine Vesper mehr mitbringen. Wir werden zweimal pro Woche selbst backen“, blickt Inge Friedrich schon mal voraus.

Christliche Kindereinrichtung

Der Adventkindergarten ist im Jahr 2005 in das Gebäude eingezogen. Die christliche Kindereinrichtung in der Schattberger Straße arbeitet nach der Erziehungslehre von Ellen White. Die Pädagogin (1827 bis 1905) war vorwiegend in den USA und Australien tätig. Sie hat die Leitziele entwickelt, nach dem im Adventkindergarten Hohenseeden mit den Kindern gearbeitet wird. Das spiegelt sich im Konzept wieder.

Danach habe Gott in jedes Kind die Kraft gelegt, dass es zu einer harmonischen Persönlichkeit heranreifen kann. Die Aufgabe der Erzieherinnen liegt darin, den Mädchen und Jungen eine Erfahrungsumgebung zu schaffen. Dazu gehören die Gestaltung der Gruppenräume und des Freigeländes. Der Adventkindergarten sieht sich auch als naturnahe Einrichtung. Dazu bietet das Freigelände vielfältige Möglichkeiten. So kann die Pflanzen- und Tierwelt hier in Ausschnitten auch hautnah miterlebt werden.