Genthin/Dretzel/Schlagenthin l Da staunten Neele, Alexander und Domenik kürzlich nicht schlecht, als sie bei ihrer Oma Helga und ihrem Onkel Ingo Lenz in Dretzel zu Besuch waren und die große Sonnenblume zu Gesicht bekamen. Kurzerhand holten die Erwachsenen den Zollstock und überprüften die Länge der großen Gartenblume. Ganze 4,05 Meter war die Sonnenblume in die Höhe geschossen. Selbst als sich die Kinder auf einer Leiter aufreihten, überragte die Blume sie noch.

„Das ist schon eine stattliche Höhe“, befand auch Sonnenblumen-Fan Horst Blasius aus Schlagenthin. Auch er ist im Wettbewerb mit einem Exemplar vertreten, hat aber noch eine Besonderheit parat.

Blüte mit 43 Zentimetern Durchmesser

„Eine Sonnenblumenblüte mit 43 Zentimetern Durchmesser und einem Umfang von 1,35 Metern. „Der Stamm der Sonnenblume war an der dicksten Stelle 7,5 Zentimeter stark“, berichtete Blasius, der diesen Wert mittels Messschieber erhoben hat.

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Es sei erstaunlich, dass die Sonnenblumen trotz der Hitze so gut gewachsen sind. „Während der hochsommerlichen Temperaturen habe ich zwei Mal am Tag gegossen“, so der Schlagenthiner. Ein weiteres Geheimrezept sei der organische Spezialdünger, dem Hühnermist beigefügt sei. Die Sonnenblumen im Garten seien daher wohlgeraten. „Viele Leute bleiben stehen und bewundern die großen Blumen“, berichtet Blasius.

Sonneblumenkerne für Vögel

Noch etwas hat der Hobbygärtner festgestellt: „Vögel lieben Sonnenblumenkerne.“ Oft picken Meisen, Spatzen und andere Vogelarten die Samen so schnell aus den Scheiben, dass man die Samenreife kaum mitbekommt. Wer Sonnenblumenkerne als Vogelfutter für die Wintermonate aufheben oder Saatgut für die nächste Saison gewinnen möchte, sollte die Sonnenblumenköpfe schützen. Am einfachsten geht das, indem man die Blüten mit einem Vliessäckchen oder Gazestoff einhüllt. Sobald sich die Korbrückseite gelb verfärbt, werden die Körner reif. Dieser Moment steht kurz bevor, die Reifezeit dauert bis Ende September.

Rekordverdächtig wachsen auch andere Pflanzen. Im Kleingarten von Hans- Dieter Grimm in Genthin sind es etwa Tomaten. Stattliche Gewichte von 690 bis 726 Gramm bringen die drei Exemplare auf die Waage, die Grimm in der Redaktion vorführte. Ein besonderes Geheimrezept habe er nicht. „Wir haben die Tomaten an jedem Abend gegossen.“ Zumeist nach 18 Uhr, wenn es nicht mehr so heiß war.

Besonders große Tomaten

Auch wenn Grimm in diesem Jahr besonders große Tomaten ernten konnte, nur für Rekorde habe er diese nicht gezogen. „Wir haben gewartet, bis die Tomaten reif waren, nur dann schmecken sie richtig gut.“

Nicht nur bei Familie Grimm in Genthin sind Tomaten beliebt. Zum Welttag der Tomate am 8. August wurde folgende Statistik veröffentlicht: Mehr als 25 Kilo soll demnach jeder Deutschen im Jahr verzehren. Zudem sei Deutschland der zweitgrößte Tomaten-Importeur überhaupt nach den USA.

Äpfel wachsen bereits

Mindestens genauso beliebt sind Äpfel. Auch bei Gabriele Schulz in Genthin. Sie hat einen Apfelbaum, der in diesem Jahr erst nicht recht in die Gänge kam. Nun machte sie die Entdeckung: „In meinem kleinen Apfelbaum sind Äpfel und zu meinem großen Erstaunen auch Apfelblüten.“ Ob die Äpfel auch schmackhaft sind, wird sich noch zeigen, denn die Apfelernte beginnt erst.

Wenn auch Sie bei „Rekordverdächtig“ mitmachen wollen, schicken Sie ein Bild an redaktion.genthin@volksstimme.de oder per Post an die Brandenburger Straße 55-57, 39307 Genthin oder vereinbaren Sie unter 03933/ 87 34 26 einen Fototermin.