Parey l Die Angler in der Pareyer Region sind sehr aktiv: Zirka 80 Mitglieder zählt der Sportanglerclub Parey/Elbe. Dazu kommen zehn Jugendliche, die sich für das Angeln begeistert haben. Acht eigenständige Ortsgruppen aus der Region bilden den Sportanglerclub. Das sind die Ortsgruppen Hohenseeden, Güsen, Zerben, Neuderben, Derben und Ferchland, Stahlbau Parey und der Sportangelverein Betonwerke Güsen. In einigen Ortsgruppen gab es 2018 einen Führungswechsel. Der Pareyer Vorsitzende Torsten Kuhfuß nahm beispielsweise erst 2018 das Zepter in die Hand.

Führungswechsel

Wechsel gab es auch in der Ortsgruppe Derben. „Hier steht nun Jörg Steinmann an der Spitze des Vereins“, erklärt Kuhfuß. Auch in Hohenseeden gab es einen Wechsel. Dort ist nun Jürgen Spiel verantwortlich für die Belange des Vereins.

Ein Bindeglied

„Wir sind ein Bindeglied zwischen dem Landesanglerverband und den Ortsgruppen“, erklärt Kuhfuß. So lägen vor allem administrative Aufgaben in der Hand des Pareyer Vereins. „Wir kümmern uns um Sondergenehmigungen, wenn die Stellen zum Angeln über Landschaftsschgutzgebiete angesteuert werden müssen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Es wird kontinuierlich der Kontakt zum Landesanglerverband gehalten. Außerdem wird über den Sportanglerclub in alle Gewässer, die vom Verein oder den Ortsgruppen bewirtschaftet werden, der Fischbesatz verteilt. Das betrifft den Hecht, den Zander, den Karpfen. Zentral werden diese bei Notwendigkeit über den Landesanglerverband bestellt und in die Gewässer gebracht. Die Bezahlung erfolge über die Fischereiabgabe an den Landesanglerverband.

Ein weitere wichtige Aufgabe ist das Fischen in Notsituationen. Das war vor allem bei der Trockenheit im vergangenen Jahr notwendig, als Nebengewässer der Elbe drohten auszutrocknen.

Ein weiterer wichtiger Teil der Vereinsarbeit ist die Ausbildung der jungen Angler. Aktuell liegt das Augenmerk auf dem Gewinnen von neuen Mitgliedern. „Uns ist wichtig, die jungen Menschen für das Angeln zu begeistern“, sagt Kuhfuß.

14 wollen den Schein

Für die Ausbildung der Jugend und der Erwachsenen zeichnet Kassenbuchführer Dietmar Simanowski im Verein verantwortlich. „14 Leute wollen derzeit den Fischereischein machen“, erklärt er. Dabei handelt es sich um den 30-stündigen Pflichtlehrgang. „Hier werden die Teilnehmer auf die Abschlussprüfung vorbereitet.“ Sie werden am 13. April in unterschiedlichen Fächern geprüft. Dazu gehören Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde und Rechtskunde. Grundlagen sind die Anforderungen der Fischereibehörde. „Die Unterlagen dazu werden von uns aufbereitet“, sagt Simanowski. Es gibt eine mündliche und schriftliche Prüfung.

Das Anglerheim, das sich in Eigentum des Vereins befindet, ist ein willkommener Treffpunkt. Die teilweise großen Räumlichkeiten bieten genug Platz für Schulungen, Treffen und für die Jahreshauptversammlung des Vereins. Dort kommen dann auch die Probleme auf den Tisch.

Nachwuchs legt gleich los

Stolz ist der Verein auf die Kinder und Jugendlichen, die erfolgreich den Fischereischein abgelegt haben. Dazu gehört der neunjährige Jan Niclas Zappen. Seine Mutter Claudia Zigan ist besonders stolz auf ihren Sohn. „Er ging öfter mal mit seinem Opa angeln“, erzählt sie stolz. Und er hat den Schein nicht alleine gemacht, sondern gemeinsam mit seiner Schulfreundin Finja Veronika Köhler. Beide besuchen die Grundschule in Güsen. Die Prüfung, die sie am 16. Februar abgelegt haben, sei nicht so schwer gewesen. „Mein Sohn ist auch gleich in den Verein eingetreten“, sagt sie. Als Geschenk vom Verein für die bestandenen Prüfung gab es ein Büchlein über das Angeln in Sachsen-Anhalt.

Auch im vergangenen Jahr konnte drei neue Jugendliche für den Verein gewonnen werden. Viel Wert legt der Verein jetzt auf die Öffentlichkeitsarbeit, damit noch mehr junge Angler Teil des Vereins werden.