Parey l Die Freude über die Auszeichnung war Geschäftsführer Björn Thomas und Ingo Januszewski, Personalleitung und Ausbildung, ins Gesicht geschrieben. Beide sehen den Preis des Landesbehindertenbeirates Sachsen-Anhalt auch als Anerkennung und weiteren Ansporn für ihre Arbeit. Ingo Januszewski: „Seit 2008 beschäftigen wir in Zusammenarbeit mit dem Integrationsamt behinderte Menschen. Bis heute sind es 14. Davon sind aktuell noch acht im Betrieb.“ Mit den ersten Leuten, so Björn Thomas, habe man in dem Projekt „Erlebnisdorf Parey“ gute Erfahrungen gemacht. Alle haben ihre eigene Geschichte und seien dankbar für die Arbeitsmöglichkeit, die man ihnen gibt. „Es fühlt sich schön an, wenn unsere Arbeit Dank und Aufmerksamkeit erregt“, so Ingo Januszewski.

Start im grünen Bereich

Begonnen habe man damals mit der Integration von Behinderten im grünen und im technischen Bereich. Es folgten der Küchenbereich und die Rezeption. „Wenn es eine neue Position im Betrieb gibt, schauen wir auch, ob dort Leute mit Behinderung eingesetzt werden können“, so Ingo Januszewski.

Die Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen kommen aus dem Umkreis von Parey, von Möckern bis Tangermünde. Ingo Januszewski: „Bisher war noch niemand dabei, der eine Ausbildung hatte. Wir würden aber gerne auch ausbilden.“ Die Integration erfordert einen großen Aufwand. Menschen mit Handicap müssten intensiver eingearbeitet werden. Und man müsse schauen, welche Hilfsmittel benötigt werden. Ingo Januszewski verbringt einen Großteil seiner Arbeitszeit mit der Integration dieser Menschen. Dabei kann er auch auf eine Zusammenarbeit mit Anne-Katrin Zeitke und Michael Kotrba vom Integrationsamt bauen. Ingo Januszewski: „Sie legen sich sehr ins Zeug.“ Der Preis „Pro Engagement“ wird seit 2010 alle zwei Jahre verliehen. Die Schirmherrschaft hatte wieder Ministerpräsident Reiner Haseloff. Mit dem Preis soll das besondere Engagement bei der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderungen anerkannt und sichtbar gemacht werden. Die ursprünglich für den 10. Dezember angesetzte Preisverleihung muss wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Sie wird in das kommende Jahr verschoben.