Brettin l Die Handwerksarbeiten in der Brettiner Sekundarschule sind nicht zu überhören. Schon draußen am Eingang der Sekundarschule hört man den Maschinenlärm. Die Sanierungsarbeiten in der Sporthalle der Schule sind in vollem Gange. Wie Marita Sontowski, Leiterin des Bauamts in der Jerichower Verwaltung, während einer Bauberatung in der Sporthalle berichtet, kosten die Maßnahmen insgesamt rund 400 000 Euro. Viel Geld. Die Gemeinde streckt hierbei 100 000 Euro aufgrund der gestiegenen Kosten vor, der Rest kommt vom Landkreis. „Bis Mitte Oktober wollen wir mit den notwendigen Arbeiten fertig sein“, berichtet die Bauamtsleiterin. Nach den Oktoberferien sollen die Schüler wieder Sportunterricht in der Halle absolvieren. Zu sanieren sind die kompletten Sanitäranlagen. Dazu gehören Maurer-, Fliesen-, Maler- und Tischlerarbeiten. Dazu gehören auch die Heizungsanlage und die Lüftung.

Beratung

Das Projekt „Sanierung Sporthalle Brettin“ sei nicht so leicht zu stemmen gewesen. Bei der Bauberatung vor Ort ist auch Jerichows Bürgermeister Harald Bothe. Drei Jahre lang habe man immer wieder um die Sanierung gerungen. „Ich bin froh, dass die Stadträte die Vorfinanzierung des Projektes unterstützt haben“, so Bothe. So kann die Sporthalle jetzt in einem Zug saniert werden. „Wir brauchen das nicht abschnittsweise tun“, so der Bürgermeister. Die ursprüngliche Kostenschätzung hätte sich auf 100 000 Euro weniger belaufen, informierte Bothe. Das Lohnniveau im Handwerksbereich sei gestiegen. „Die Unternehmen können heute unter den Angeboten auswählen“, sagt Bothe lächelnd. Im Osten lohne es sich, im handwerklichen Bereich aktiv zu sein. „Wir haben wirklich Glück, dass wir nun passende Handwerksbetriebe gefunden haben“, so Bothe weiter. Deshalb seien es ja auch Firmen aus der Region, die sich hier engagieren.

Zudem steigen ständig die Preise der Zulieferer der Materialien. Das müsse auch berücksichtigt werden.

Historie

Die Grundsteinlegung des Pavillons der Schule war am 1. Mai 1967, die feierliche Einweihung des kleinen Gebäudes wurde im November desselben Jahres vorgenommen. Mit drei Hammerschlägen erfolgte am 13. Mai 1968 die Grundsteinlegung des Hauptgebäudes.

Die Sporthalle sei in den 1980er Jahren errichtet worden. „Das Dach wurde seitdem erneuert und in guter Absprache mit einem Energieunternehmen konnten neue Heizkessel installiert werden“, so die Bauamtschefin.

Auf der Homepage der Sekundarschule ist die Historie mit Bildmaterialien zu verfolgen.

Herausforderung

In der Sekundarschule hat währenddessen das neue Schuljahr begonnen. Aufgrund der Sanierungsarbeiten haben die Schüler draußen Sport. Das sei zwar gewöhnungsbedürftig, aber auch eine Herausforderung, meint Schulleiterin Schwuchow.

Auch die Brettiner Vereine können die Halle während der Arbeiten nicht nutzen. Doch gemeinsam mit Ortsbürgermeister Torsten Schmidt und Harald Bothe wurden Alternativen gefunden, unter anderem wird vom örtlichen Sportverein die Sporthalle in Schlagenthin genutzt.