Genthin l Mit einem ersten Spatenstich gaben die Chefs der GWG und Bürgermeister Matthias Günther den Start für die jüngste Maßnahme der Wohnungsbaugenossenschaft. Ab September wird mit dem Anbau von vier Fahrstühlen in der Gröblerstraße begonnen. „In den Nummern 22 und 26 im Hof und an den Nummern 21 und 25 zur Straße hin“, berichtet GWG-Vorstand Angela Grube.

Halt auf Halbpodest

Das Projekt hatte sich aufgrund ausstehender Genehmigungen um ein gutes Jahr verzögert, mittlerweile sind die Regularien erfüllt und der Ausbau kann beginnen. Die Aufzüge werden von außen am bestehenden Treppenhaus angebracht und halten auf Halbpodest, von da aus heißt es, noch eine halbe Treppe bis zu den Wohnungen zu nehmen. „Das ist leider kostentechnisch nicht anders machbar.“

Zum ersten Mal baut die GWG an ihre Wohnungen Fahrstühle. So ist die anstehende Baumaßnahme auch ein Pilotprojekt. „Das bedeutet, wenn das Projekt positiv angenommen wird und sich bewährt, werden eventuell weitere Aufzüge im Bestand der GWG errichtet“, macht Geschäftsführer Jens Thormeyer Hoffnung auf weitere Nachrüstungen.

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Geld aus Förderprogramm

Diese müssen auch finanzierbar sein. Die ersten vier Aufzüge werden mit 320.000 Euro aus dem Fördermittelprogramm „Sachsen-Anhalt modern – Aufzugprogramm“ der Investitionsbank anteilig mit 50 Prozent der Baukosten finanziert. Die Nachrüstung sei nicht nur eine Möglichkeit, älteren Bewohnern ein längeres Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. „Denken Sie an Familien mit kleinen Kindern im Kinderwagen, denken Sie an den Wocheneinkauf oder an Kleinmöbel für die Wohnung“, zählt Vorstand Wolfgang Kadura einige Anwendungsbeispiele auf.

Es sei eine Investition, die allen Mietern zugute komme und das Wohnen in den oberen Etagen attraktiver mache. Bei einer kleinen Zusammenkunft von GWG-Mitarbeitern und Mietern des Wohnblocks wurde bereits über die bevorstehende Baumaßnahme mit Leidenschaft gesprochen. „Ich kann die Treppen zu meiner Wohnung nicht mehr so gut steigen und freue mich auf die Fahrstühle“, sagte Bewohnerin Monika Mosau.

Fertigstellung 2019

Ein wenig wird sie sich, genau wie die anderen Mieter, allerdings noch gedulden müssen. Die Fertigstellung der Aufzüge ist für Anfang 2019 geplant. „Es kommt auch auf die Witterungsbedingungen an“, schränkt Angela Grube ein. Im Frühjahr sollen, so alles gut geht, die Fahrstühle einsatzbereit sein. Im Bereich der Gröblerstraße hat die GWG in den vergangenen Jahren einige Investitionen getätigt.

Unter anderem wurde die ehemalige Begegnungsstätte für 179.000 Euro in drei altersgerechte Wohnungen umgewandelt. In diesem Sommer konnte die letzte dieser neuen Wohnungen vergeben werden.