Genthin l Die Stadträte haben den neuen Genthiner Bürgermeister Matthias Günther damit beauftragt, eine Anfrage an den Eigentümer des jetzigen Stadtkulturhauses zu stellen, um eine Verlängerung der Nutzung zu vereinbaren. Der neue Besitzer des Geländes, auf dem sich das jetzige Stadtkulturhaus befindet, die Firma Inprotec, hatte vor geraumer Zeit signalisiert, dass eine Nutzung des Hauses längerfristig möglich sein könnte.

Bauanfrage beim Landkreis

Die Anfrage ist ein Ergebnis einer nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates zum Thema „Stadtkulturhaus 2.0“ über die die Stadtverwaltung in einer Mitteilung informierte. Im Verlauf der Sitzung sei darüber informiert worden, dass eine Bauvoranfrage beim Landkreis Jerichower Land gestellt worden sei.

„Der Beantwortung ist zu entnehmen, dass weitere Bodenuntersuchungen am Standort „Jahnstraße“ erfolgen müssen, um die Sicherheit zu erhalten, an diesem Standort ein Neubau errichten zu können“, heißt es seitens der Verwaltung. Diese Gutachten sind mit weiteren Kosten verbunden, die in der Konzeptstudie nicht berücksichtigt werden konnten.

Varianten werden geprüft

Um einer möglichen Kostenexplosion entgegen zu wirken und um die Bereithaltung eines Kulturhauses zu ermöglichen, sei die Verwaltung beauftragt worden, weitere Varianten an möglichen anderen Standorten zu prüfen. Die Stadträte werden Ideen einbringen, die danach bewertet werden sollen. „Bis Ende Juli 2018 wird der Prozess abgeschlossen sein und die Ergebnisse werden dem Stadtrat vorgelegt.“ Auch die Finanzierung wird nun erneut geprüft, dargelegt und in neue Beschlüsse eingearbeitet.

In der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates wurden die Inhalte der Ideenwerkstätten genutzt. Im Sommer 2017 wurden mit Vertretern aus Vereinen und Interessierten insgesamt vier Workshops durchgeführt. Auf Grund der Vorstellungen und Wünsche wurde eine Konzeptstudie durch ein Planungsbüro erarbeitet, welches im Dezember 2017 vorgestellt wurde.

Ein erster Beschluss zur weiteren Planung des neuen Stadtkulturhauses wurde vom Stadtrat im April von der Tagesordnung genommen und die Entscheidung zu diesem Thema aufgeschoben. Um Zeit für eine Entscheidung zu haben, soll das alte Stadtkulturhaus vorübergehend weiter genutzt werden.