Genthin l „In Genthin-Wald ist die Straße neu, aber von der geplanten Ampel ist weit und breit nichts zu sehen“, richtete Leser Jürgen Zimmer einen Hinweis an die Volksstimme. Vor zwei Jahren war die Ampel auf Höhe des Johanniterheimes mitsamt einer Überarbeitung der Seitenbereiche angekündigt worden.

Abstimmung mit beteiligten Trägern

Diese Maßnahme ist auch nicht erledigt. Anwohner müssen sich noch gedulden. „In diesem Jahr wird an der B 107 eine Erneuerung der Fahrbahndecke auf den freien Strecken zwischen Genthin und Redekin durchgeführt. Die angebauten Bereiche in Genthin, beginnend an der Kreuzung B 1/B 107 bis zum Ortsausgang und der Bereich Genthin–Wald sollen ebenfalls erneuert werden“, bestätigt Andreas Boehle, Fachbereichsleiter Planung und Entwurf bei der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt.

In dieses Vorhaben seien dann auch Verbesserungen in den Seitenanlagen vorgesehen. „In Genthin–Wald betrifft dies die Haltestellen, den Gehweg sowie die Fußgängerampel.“ Im Herbst 2019 wolle man sich mit den Trägern öffentlicher Belange der Stadt Genthin und des Landkreises Jerichower Land abstimmen.

Boehle verdeutlicht: „Wir sind bestrebt im Jahre 2020 mit den Arbeiten zu beginnen.“ Bei der Stadt Genthin bestätigt man dieses vorhaben: „Der grundsätzliche Handlungsbedarf ist uns bekannt“, teilt Dagmar Turian, Bau-Fachbereichsleiterin mit. „Ausgangspunkt dabei war, dass mit dem Neubau des Radweges zwischen Genthin und Jerichow eine Entsiegelung der alten Rad- und Gehweganlage zu sichern war.“ Das ist aber nicht alles: „In Genthin Wald ist alternativ ein Weg auf der bebauten Seite anzulegen, der im Zusammenhang mit der von der Landesstraßenbaubehörde angeführten Straßensanierung gebaut werden soll.“

Lärm und Raserei belasten Anwohner

Auf ein anderes Problem, machen Anwohner Genthin-Walds seit langer Zeit aufmerksam: Das schnelle Fahren auf der B 107.

„Es geht konkret um den Lärm und die Gefährdung, die von tausenden Fahrzeugen, die täglich auf der B 107 in unmittelbarer Nähe zu den in Genthin-Wald befindlichen Wohnhäusern mit 100 km/h und mehr vorbeirasen“, berichtet Leserin Margit Hopp der Volksstimme.

Nicht abschließend bewertet

Landkreissprecher Henry Liebe bestätigt auf Anfrage, dass dem Landkreis die geplante Maßnahme im Jahr 2020 bekannt sei und fügt hinzu: „Eine künftige Tempo-70-Regelung zwischen Genthin und Redekin ist noch nicht abschließend bewertet worden.“

Einzig Teilbereiche in Genthin-Wald seien im Tempo beschränkt. Dabei handelt es sich um die Beschränkung auf 50 km/h vor dem Johanniterhaus. Andreas Boehle gibt aber zu Bedenken: „Grundsätzlich sollen Bundesstraßen, die dem weiträumigen Verkehr dienen, mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gemäß der Straßenverkehrsordnung befahren werden können.

Einschränkungen sind immer Einzelfallentscheidungen, die rechtlich begründet sein müssen.“ Ob diese Gründe mit Blick auf Genthin-Wald vorliegen, müsse tatsächlich im Zuge der Abstimmung geprüft werden.