Protestaktion

Bisher über 1000 Unterschriften für Stadtkulturhaus / Aktion läuft noch bis Freitag

Genthins Vereine wollen, dass der Stadtratsbeschluss für die Finanzierung einer Mehrzweckhalle noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt wird. Die nötige Unterschriften-Anzahl - 360 - ist längst beisammen.

Von Susanne Christmann
Die nötige Anzahl von 360 Unterschriften sind bei den Aktionen bereits am Sonnabend und Sonntag zusammengekommen. Noch bis Freitag können sich Genthiner in die Listen eintragen.
Die nötige Anzahl von 360 Unterschriften sind bei den Aktionen bereits am Sonnabend und Sonntag zusammengekommen. Noch bis Freitag können sich Genthiner in die Listen eintragen. Foto: Susanne Christmann

Genthin - 1142 Unterschriften zählten die Initiatoren der Protestaktion der Vereine am Sonnabendnachmittag in ihren Listen, mit denen sie auf dem Marktplatz und vor Einkaufsmärkten gestanden hatten. Sie hatten bei den Genthinern dafür geworben, den Beschluss des Stadtrates zur Finanzierung des Umbaus der Sporthalle an der Berliner Chaussee zu einer Mehrzweckhalle für Kultur und Sport - und damit gegen das Stadtkulturhaus - noch einmal auf die Tagesordnung des Genthiner Stadtrates setzen lassen zu können.

Auch nachdem jene Unterschriften herausgerechnet wurden, die von Bürgern stammten, die nicht in Genthin oder den Ortsteilen der Einheitsgemeinde wohnen, blieb mit gut 1000 immer noch knapp das Dreifache der benötigten Anzahl von 360 übrig.

Vereine auf einer Wellenlänge

Anders als in der Genthiner Stadtpolitik, so Hartmut Nothe als Sprecher der Initiative in einem schriftlichen Statement, würden sich die Vereine auf einer Wellenlänge bewegen, um ihren Willen, im Namen der Bürger der Stadt und des Umlandes zu protestieren, auf diese Art zu dokumentieren. „Insgesamt gesehen“, so Nothe, „hat die Aktion, die noch nicht abgeschlossen ist, gezeigt, dass Vereine und Bürger der Stadt Genthin eine verschworene Gemeinschaft sein können, wenn es darauf ankommt. Schließlich braucht irgendwann jeder Einzelne einmal das Stadtkulturhaus für seine Bedürfnisse“.

Noch bis Freitag können Genthiner ihre Unterschrift pro Stadtkulturhaus leisten. Zur Aktion, die laut Hartmut Nothe nicht mit öffentlichen Geldern, sondern durch zahlreiche Privatspenden und auch durch die beteiligten Vereine selbst finanziert werde, gehören auch 2500 Protestkarten, auf der der Satz steht „Ich bin für den Erhalt des Stadtkulturhauses und gegen die Finanzierung einer Mehrzweckhalle“. 2500 Stück, so Mitinitiator Manfred Göbel vom Genthiner Carneval Club (GCC), seien davon gedruckt worden und ausnahmslos alle seien jetzt im Umlauf.

Endgültige Zahlen am Freitag

Wie viele davon mit Namen und Adresse versehen schließlich gemeinsam mit den Unterschriftenlisten an den Bürgermeister übergeben werden können, darüber mochte Göbel zum jetzigen Zeitpunkt nicht spekulieren. „Über die endgültigen Zahlen sprechen wir, wenn sie am Freitag auf dem Tisch liegen.“

Drei von der Initiative ermächtigte Vertreter - Jürgen Wagner vom Genthiner Amateurtheater (gat), Sebastian Strebe vom GCC und Thilo Voigt vom Genthiner Volleyball Verein 1995 - werden laut Manfred Göbel die Übergabe der Unterschriftenliste und der ausgefüllten Protestkarten an Bürgermeister und Stadtrat als nächsten Schritt der Aktion demnächst übernehmen.