Tucheim l Mit einem Feueralarm begann der Brandschutzerziehungstag für die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klasse. Nach rund zwei Minuten, freute sich Schulleiterin Cordula Schremmer, hatten alle Schüler ohne Hektik das Schulgebäude verlassen und waren am Sammelpunkt eingetroffen. „Die Alarmübungen führen wir öfter durch. Das kennen die Schüler schon“, so die Schulleiterin. Dass sich daran ein Brandschutzerziehungstag anschloss, war für die Schüler allerdings eine Überraschung.

Gefahren von Bränden

Einige Inhalte des Aktionstages lehnen sich an den Lehrplan im naturwissenschaftlichen Bereich an. Dazu gehören beispielsweise die Gefahren des Feuers und die Folgen von Bränden zu benennen, Brandschutzmaßnahmen ableiten, in Gefahrensituationen altersgerecht zu reagieren sowie die Aufgaben der Feuerwehr zu beschreiben. Außerdem ging es um das Verhalten bei Feuer, Brandursachen, Brandschutzmaßnahmen, den Notruf und die Aufgaben der Feuerwehr.

Zur Unterstützung der Grundschule waren die Regionalbereichsbeamten der Stadt Genthin, Heiko Möhring und Michael Kliemann; die Feuerwehrkameraden der Ortsfeuerwehren Tucheim und Schopsdorf, Dirk Röber, Thomas Haack, Colin Grundt, Sven Mehlhase und Henri Braune; sowie Hausmeister und Feuerwehrmann Christoph Specht dabei. Cordula Schremmer: „In Absprache mit der Stadtverwaltung durften die Feuerwehrleute aus Schopsdorf, die im Bauhof arbeiten, uns hier unterstützen.“ Aus dem Feuerwehrtechnischen Zentrum in Burg (FTZ) wurde das Rauchdemohaus geholt.

Bilder

Wie schnell breitet sich ein Feuer aus?

An sieben Stationen konnten sich die Mädchen und Jungen mit dem Thema Brandschutz auf verschiedenste Weise befassen. So widmeten sich die beiden Regionalbereichsbeamten mit einer Powerpointpräsentation der Pyrotechnik. In der Lernwerkstatt präsentierte Christoph Specht das Rauchdemohaus. Hier konnten die Kinder sehen, wie sich ein Feuer blitzschnell in einem Haus ausbreiten kann. Durch Rauchmelder wird die Feuerwehr alarmiert.

Mit dem Thema Schutzanzüge und Feuerwehrauto konfrontierten die Kameraden Dirk Röber und Thomas Haack die Schüler. An der Wasserspritze konnten die Mädchen und Jungen bei Kamerad Henri Braune selbst versuchen, ein Haus zu löschen.

Kinder setzen Notruf ab

Was muss ich in Notlagen tun und welche Fragen muss ich der Leitstelle beantworten? Das brachte den Schülern Kamerad Colin Grundt näher. Hier konnten die Schüler selbst anrufen und üben, was sie dem Teilnehmer in der Leitstelle alles sagen müssen.

Kamerad Sven Mehlhase machte die Mädchen und Jungen im Umgang mit einem Feuerlöscher vertraut. Und schließlich konnten auch noch Arbeitsblätter ausgefüllt werden.

Wer von den Schülern durch diesen Brandschutzerziehungstag Interesse an der Arbeit in einer Feuerwehr gefunden hat, kann sich in seinem Heimatort bei der Feuerwehr melden.