Jerichow l Erst eine Ananas, dann eine Banane und ein paar Sprühstöße später eine Tomate. So sieht gesundes, leckeres Essen aus – zu mindestens als Bild an der Wand in der Sekundarschule Brettin.

Die Schulküche der Sekundarschule Brettin wird schon fleißig als Speise- und Hauswirtschaftsraum genutzt und doch fehlte noch etwas: das von Schülern entworfene Wandbild. Jetzt war es soweit, Hendrik Uterwedde und Byron König von der Potsdamer Gestaltungs-Firma „Art-Efx“ zeichneten und sprühten einen Entwurf von Theresa Jung auf die Giebelwand des Mehrzweckgebäudes.

Die Schülerin gewann mit ihrem Motiv den Wettbewerb, bei dem es darum ging, Ideen für ein Schulküchen-Wandbild zu finden.

Insgesamt gingen 18 Entwürfe ein, aus denen ein aus Schülern, Lehrern und Sozialarbeitern zusammengesetztes Bewertungsgremium Jung zur Siegerin wählte. „Vorgabe war, dass die Motive etwas mit dem Thema Küche zu tun haben“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Antje Wagner. Dafür hatten die Schüler die Aufgabe, ein Motiv für ein Graffito zu gestalten.

Jury hat es sich nicht einfach gemacht

Die Schüler sollen einen vernünftigen Lernort vorfinden und einen schönen Ort zur Einnahme des Mittagsessens haben, so der Hintergrund der Ideenfindung. Nico Pfeil, Schulsozialarbeiter, zeigte sich erstaunt darüber, „wie viele Entwürfe uns erreichten“. Die Jury habe es sich nicht einfach gemacht, so Pfeil. „Wir haben gesichtet, sortiert und ausgewählt. Die drei besten Entwürfe übergab die Jury an die Gestalter von Art-Efx und die gaben den Bildern dann noch den professionellen Pepp. „Wir setzen das Wandbild im Comic-Style um“, sagt Uterwedde, das passe zum Thema und auch zu den Vorstellungen der Jugendlichen.

Eigentlich sollten die drei Preisträger den Mitarbeitern bei der Erstellung des Wandbildes zu Hand gehen, etwa Umrisse zeichnen oder vielleicht sogar selbst ein paar Sprühstöße setzen. Doch daraus wurde nichts. Sozialarbeiter Pfeil erklärt: „Es fehlen Schüler-gerechte Masken, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu gewährleisten.“ Alternativ durften die Schüler den Künstlern ab und zu über die Schulter schauen.

Die finanziellen Mittel für das Wandbild-Projekt stellt der Landkreis zur Verfügung, während die Stadtverwaltung Jerichow in Absprache mit der Schule die vorgesehenen Maßnahmen plant.

Unbekannt sind die Farbenkünstler von Art-Efx im Landkreis Jerichower Land nicht. „Wir haben schon öfter Fassaden oder Stromhäuschen verschönert, so etwa die Mauern am Umspannwerk in Burg“, so Uterwedde.