Genthin/Berlin l Renate Bergmann hat es mal wieder geschafft. Das neue Buch mit Abenteuern der munteren Rentnerin „Ich habe gar keine Enkel“ landete auf der Spiegel-Bestseller-Liste.

Platz drei der Bestseller-Liste

„Sie hat das Treppchen erreicht und belegt Platz drei“, berichtete Bergmann-Autor Torsten Rohde. „Renates Rollator läuft wie geschmiert“, freute sich der Autor mit einem Augenzwinkern über den erneuten Erfolg.

Renate Bergmann selbst kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wie sie selbst bei Twitter kundtat: „Himmel herrje, ich bin auf dem Treppchen! In meinem Alter! Ob ich da mit dem Rollator überhaupt hoch komme?“, fragte sie und war vom Erfolg mächtig überwältigt: „Jetzt kriege ich vor Schreck fast kein Wort raus.“ Aber schnell fing sich die 82-Jährige wieder und twitterte in gewohnter Manier über Kirsten, Gertrud und Norbert.

Nicht der erste Erfolgsroman

Mit dem Erfolg auf der Spiegel-Liste steht der neue Roman den bisher erschienen Bänden in nichts nach. Denn der erste Band „Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker“ schlug auf dem Buchmarkt genau so ein wie die Reiseerlebnisse der Online-Omi in „Besser als Busfahren“.

Das Hörbuch zu letzterem Roman wurde 2018 bei der Leipziger Buchmesse sogar mit dem Publikumspreis „Hörkules“ ausgezeichnet. Ein Hörbuch gibt es auch zum neuesten Roman wieder, erneut gesprochen von der Schauspielerin Carmen-Maja Antoni. Mal sehen, ob es bei den Hörern genau so gut ankommt wie der Vorgänger.

Rentnertruppe jagd Betrüger

Diesmal bekommt es die Online-Omi mit waschechten Betrügern zu tun. Stichwort „Enkeltrick“ bei Senioren. „Na, da hatte er sich aber die Falsche ausgesucht!“, sagt sie selbst. Denn so schnell lässt sich die 82-Jährige nicht übers Ohr hauen. „Weil ich eben seit über 50 Jahren jeden Monat Verbrecherjagd XY im Fernsehen gucke“, sagt die Twitter-Oma.

 Da sie von der Polizei keine Hilfe erwartet, beginnt Renate Bergmann selbst zu ermitteln. Dafür stellt sie sich ihre ganz persönliche Ermittlertruppe zusammen, bestehend aus ihrer Freundin Gertrud, deren Hund Norbert sowie den Freunden Ilse und Kurt. „Schließlich brauchten wir den Koyota als Einsatzfahrzeug.“ So macht sich die muntere Seniorentruppe auf Betrügerjagd und erlebt allerhand Abenteuer.

Zwei Abende im Brandenburger Theater

Der frühere Genthiner Torsten Rohde, der heute in Berlin lebt, hat mit dem neuen Buch den bereits zehnten Renate-Bergmann-Band vorgelegt. Mit einem neuen Bühnenprogramm, in dem die Twitter-Oma erneut durch Anke Siefken dargestellt wird, kommt Rohde auch wieder in die alte Heimat. Am Sonntag, 21. Oktober, um 16 Uhr im Genthiner Stadtkulturhaus hebt sich der Vorhang für die neue Lesung.

Auch im Brandenburger Theater werden Rohde und Siefken wieder zu Gast sein, diesmal aufgrund der großen Nachfrage sogar an zwei Abenden hintereinander. Geplant sind die Gastspiele für den 21. und 22. Januar 2019. Karten gibt es für alle Veranstaltungen in der Genthiner Touristinformation in der Dattelner Straße, Tel. 039 33/80 22 25.