Genthin l „Ich lese die Namen der Bewerber noch einmal in alphabetischer Reihenfolge vor, so wie sie auf dem Wahlzettel stehen werden“, schloss Stadtwahlleiterin Carola Elsner die etwa 40-minütige Zusammenkunft des Wahlausschusses, die über die Zulassung der Bürgermeister Bewerber zu befinden hatte.

Zwei Kandidaten nicht mehr dabei

Gesetzt sind demnach Alexandra Adel (nominiert vom SPD-Ortsverband), Lars Bonitz (Einzelbewerber), Andreas Buchheister (nominiert vom CDU-Ortsverein), Matthias Günther (Einzelbewerber), Sebastian Löbel (Einzelbewerber), Frank Müller (Einzelbewerber), Christian Piesker (nominiert von der Mitgliederversammlung der AfD) und Heike Seidel (Einzelbewerberin).

Auf der Strecke blieb René Wiesenbach, ein in Genthin unbekannter Einzelbewerber aus Magdeburg, der medial bisher noch nicht in Erscheinung getreten war und so auch nicht als Bewerber gehandelt wurde. Seine Bewerbung wurde wegen unvollständiger Unterlagen abgeschmettert.

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Drei Kandidaten mit Parteibuch

Carola Elsner erklärte vor dem Wahlausschuss, dass René Wiesenbach zweimal vergeblich aufgefordert wurde, die Bewerbungsunterlagen zu ergänzen. Adrian Frenzel, der sich im Gespräch mit der Volksstimme als Bewerber vorgestellt hatte, reichte bei der Stadt keine Unterlagen ein. Er war zu keinem Zeitpunkt ein Kandidat.

Mit Andreas Buchheister (CDU), Alexandra Adel (nominiert von der SPD) und Christian Piesker (AfD) ziehen drei Bewerber über Parteien ein. Die Linken, Bündnis 90/Die Grünen und FDP nominierten keinen eigenen Kandidaten, was zumindest für die im Stadtrat stark vertretenen Linken erstaunlich ist.

Mehr als 500 Unterstützer

Die Einzelbewerber, die für ihre Kandidatur 100 Unterstützer-Unterschriften erbringen mussten, scheiterten an dieser gesetzlichen Hürde nicht. Lars Bonitz legte dem Wahlausschuss 104, Matthias Günther 137, Heike Seidel 104, Sebastian Löbel 121 und Frank Müller 102 Unterschriften vor und konnten so ihre Einzelbewerbungen in trockene Tücher bringen. Die über 500 Unterschriften von Genthiner Wählern, die auf Listen eingereicht wurde, stellte Fritz Franke vor die Frage, ob sie einer Prüfung standhalten würden.

„Unter den Bewerbern sind einige Altenplathower, da kann ich mir gut vorstellen, dass doppelt unterschrieben wurde“, zeigte sich Fritz Franke besorgt. Carola Elsner versicherte daraufhin, dass die Unterschriftenlisten durch das Einwohnermeldeamt auf Korrektheit überprüft wurden. „Es gibt mit Sicherheit keine Dopplungen, das kann ich definitiv bestätigen“, sagte die Vorsitzende des Wahlausschusses.

Der Wahlausschuss wird das nächste Mal am Tag nach der Wahl, am 30. April, zur offiziellen Bestätigung des Wahlergebnisses zusammenkommen.